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Novak Djokovic: "Grand Slams sind der Grund, warum ich noch immer antrete“

Mit seinem hauchdünnen Finalerfolg über Dominic Thiem bei den Australian Open hat Novak Djokovic seinen 17. Grand-Slam-Titel errungen. Damit fehlen dem Serben nur noch drei Titel, um mit dem aktuellen Rekordhalter, Roger Federer, gleichzuziehen. Dies sei auch eines der großen Ziele, dem der 32-Jährige im Herbst seiner Karriere noch nachgehe. 

von Michael Rothschädl
zuletzt bearbeitet: 04.02.2020, 08:53 Uhr

Novak Djokovic hat bei den Australian Open seinen 17. Grand-Slam-Titel geholt und liegt damit nur noch drei Titel hinter Roger Federer.
Novak Djokovic hat bei den Australian Open seinen 17. Grand-Slam-Titel geholt und liegt damit nur noch drei Titel hinter Roger Federer.

Bis Mitte des vierten Satzes sah es schon fast so aus, als könnte Dominic Thiem der ganz große Coup gelingen. Nach verlorenem Auftaktsatz fand der Österreicher immer besser in dieses Finale der Australian Open, lag zwischenzeitlich gar mit 2:1-Sätzen in Front. Dass gegen einen Gegner der Marke Novak Djokovic eine derartige Führung aber genau gar nichts zu bedeuten hat, das musste Dominic Thiem wenig später auf sehr schmerzhafte Weise feststellen. Novak Djokovic gewann Durchgang vier, breakte Dominic Thiem auch im Entscheidungssatz und servierte nach 3:59 zu seinem achten Triumph bei den Australian Open aus. Grand-Slam-Titel Nummer 17 für die serbische Nummer eins war damit perfekt.

Novak Djokovic zeigte in diesem Finale wieder jene Tugenden, die ihn zu diesem Ausnahmeathleten machen, der den Tennissport in den letzten Jahrzehnten geprägt hat wie kaum ein anderer. Genauer gesagt: Wie nur zwei andere -  seine beiden „Partners in Crime“, Roger Federer und Rafael Nadal. Die Herren aus der Schweiz und Spanien sind es auch, die in Sachen Grand-Slam-Titel noch hauchdünn die Nase vorne haben. Roger Federer führt diese ewige Bestenliste mit 20 Trophäen an, erster Verfolger ist Rafael Nadal, der dem „Maestro“ nur noch um einen Titelgewinn nachsteht.

Novak Djokovic und das Rennen um die Nummer eins

In der Pressekonferenz nach seinem Finaltriumph stellte Novak Djokovic auch klar, dass für ihn der Kampf um diesen Rekord gerade erst begonnen hat: „Grand Slams sind einer der Hauptgründe, wieso ich immer noch antrete. Zu versuchen, die historische Nummer eins zu werden, ist ein großes Ziel.“ Mit dem Triumph in Melbourne habe die Saison nun schon einmal gut begonnen: „Der Start in die Saison definiert gewissermaßen, wie das restliche Jahr wird. Die Saison mit einem Grand-Slam-Sieg zu beginnen, steigert das Selbstvertrauen natürlich ungemein.“

Dieses Rennen um die meisten Grand Slam Siege stand bei Novak Djokovic aber lange nicht im Fokus: „Es ging mehr darum, so viele Grand-Slam-Turniere wie möglich zu gewinnen.“ Erst als der Serbe einige Jahre als Nummer eins der Welt beenden konnte, begann der 32-Jährige das größere Bild zu sehen. Nun sei der Platz an der Spitze der ewigen Grand-Slam-Rangliste aber eines seiner größten Ziele.

Dominic Thiem mischt mit 

Mit dem Sieg in Melbourne ist Novak Djokovic diesem Ziel wieder einen Schritt näher gekommen. Sein größter Konkurrent um die ewig Nummer eins scheint Rafael Nadal zu sein. Der Spanier ist nur ein Jahr älter als Novak Djokovic und standesgemäß in Roland Garros der Mann, den es zu schlagen gilt. Bereits Anfang Juni könnte der Spanier also mit Roger Federer gleichziehen und den Vorsprung auf Novak Djokovic ausbauen. Der Schweizer hingegen wirkte bei den Australian Open nicht so, als könnte er noch viele Triumphe auf Major-Ebene feiern. Mit seinen 38 Jahren ist Roger Federer auch der mit Abstand Älteste der "Big Three". 

Der Serbe wiederum hat in Wimbledon und bei den US Open die besten Chancen, seine Grand-Slam-Titelsammlung zu erweitern. Beim Grand Slam auf Rasen wird aber auch Roger Federer ein Wörtchen mitreden wollen. Ganz abseits der „Big Three“ arbeitete die neue Generation bereits seit geraumer Zeit daran, die Grand-Slam-Dominanz von Federer, Djokovic und Nadal zu durchbrechen. In Person von Dominic Thiem hat in Melbourne dafür nun wirklich nicht mehr viel gefehlt. 

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von Michael Rothschädl

Montag
03.02.2020, 20:52 Uhr
zuletzt bearbeitet: 04.02.2020, 08:53 Uhr

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