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Novak Djokovic hinterlässt weiterhin viele offene Fragen

Die Fragen in der Debatte rund um Novak Djokovic werden auch nach dem Bekanntwerden seiner zweiten Corona-Infektion nicht weniger.

von Nikolaus Fink
zuletzt bearbeitet: 08.01.2022, 21:13 Uhr

Die Fragezeichen in der Causa Djokovic werden nicht weniger
© Getty Images
Die Fragezeichen in der Causa Djokovic werden nicht weniger

Kein Tag ohne Neuigkeiten: Wie die Anwälte von Novak Djokovic vor der Anhörung am Montag in einer Gerichtsakte festhielten, infizierte sich der Weltranglistenerste Mitte Dezember erneut mit dem Coronavirus. Nicht ganz klar ist nach den Worten der Anwälte, ob der 16. Dezember das Datum war, an dem der PCR-Test durchgeführt wurde oder ob Djokovic an jenem Tag das positive Testergebnis erhielt.

So oder so: Die Infektion sei die Grundlage für die medizinische Ausnahmegenehmigung. Zumindest dieser Teil scheint klar, ansonsten ergaben sich am Samstag nach der Veröffentlichung der Gerichtsakte jedoch viele weitere Fragen. Fragen, auf die es wohl auch in Zukunft nur teilweise Antworten geben wird.

Am 16. Dezember erhielt Djokovic bei einer Zeremonie in Serbien seine eigene Briefmarke, später an diesem Tag nahm der 34-Jährige noch an einer Diskussionsrunde teil. Am 17. Dezember darauf zeigte sich Djokovic in seiner Akademie bei einer Preisverleihung für Kinder. Eine Maske trug auf den im Internet kursierenden Bildern wie auch schon am Tag zuvor niemand.

Fotoshooting mit der L'Equipe

Außerdem macht aktuell ein Video in den sozialen Medien die Runde, in dem Djokovic mit Vasek Pospisil Basketball spielt. Pospisil teilte das Video am 18. Dezember in seiner Instagram- Story. Jener User, der das Video auf Twitter stellte, erklärte jedoch, dass das Video bereits ein paar Tage zuvor entstanden sei. Wie die L'Equipe am Abend mitteilte, absolvierte Djokovic am 18. Dezember aber noch ein Fotoshooting mit der französischen Zeitung.

Djokovics Erscheinen in der Akademie am 17. Dezember und jenem beim Fotoshooting einen Tag darauf könnte damit erklärt werden, dass das Resultat des PCR-Tests möglicherweise noch nicht verfügbar war. Anders als noch im Sommer 2020 entschied sich der 20-fache Grand-Slam-Sieger anschließend dazu, seine Infektion nicht öffentlich zu machen. Zum nächsten Mal in der Öffentlichkeit zeigte sich der Serbe am 25. Dezember, als er auf Belgrads Straßen mit einigen Kindern Tennis spielte.

Frist bei Antrag bereits abgelaufen

Ebenfalls interessant: Die Frist der Australian Open, eine medizinische Ausnahmegenehmigung für das Turnier zu beantragen, lief am 10. Dezember und somit sechs Tage vor Djokovics positivem Testergebnis ab. Dennoch wurde dem Weltranglistenersten am 30. Dezember ebenjene Ausnahmeregelung gewährt. Das Visum für die Einreise hatte Djokovic gemäß seiner Anwälte bereits am 18. November erhalten. 

Nun stellt sich auch die Frage, welchen Plan Djokovic bei keiner weiteren Infektion hinsichtlich der Australian Open verfolgt hätte. Zumindest darauf wird es am Montag bei der Anhörung wohl keine Antwort geben. Die Gretchenfrage, ob Djokovic in Melbourne doch starten darf, wird dann aber zumindest geklärt sein.

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von Nikolaus Fink

Samstag
08.01.2022, 19:12 Uhr
zuletzt bearbeitet: 08.01.2022, 21:13 Uhr

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