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Olympia 2020: Novak Djokovic und der unerfüllte Traum von der Goldmedaille

Novak Djokovic muss weiter auf eine Goldmedaille bei den Olympischen Spielen warten - und zeigte sich nach seinen beiden Halbfinalniederlagen am Freitag dementsprechend niedergeschlagen.

von Nikolaus Fink
zuletzt bearbeitet: 30.07.2021, 21:06 Uhr

Novak Djokovic muss weiter auf eine olympische Goldmedaille warten
© Getty Images
Novak Djokovic muss weiter auf eine olympische Goldmedaille warten

Viele bittere Momente musste Novak Djokovic in dieser Saison noch nicht verdauen: Sieg bei den Australian Open, Sieg bei den French Open, Sieg in Wimbledon - das Jahr hätte für den Weltranglistenersten durchaus schlechter beginnen können. Bei den Olympischen Spielen in Tokio schien die Goldmedaille bereits vorprogrammiert, kommen sollte es jedoch wie so oft im Sport anders.

Denn Djokovic musste am Freitag seinen Goldtraum gleich zweimal begraben: Zunächst unterlag der 20-fache Major-Champion Alexander Zverev in drei Sätzen, anschließend scheiterte er an der Seite von Nina Stojanovic in der Mixed-Konkurrenz an den beiden Russen Elena Vesnina und Aslan Karatsev.

"Fühle mich schrecklich"

"Es ist ein harter Tag, ein wirklich harter Tag. Derzeit fühle ich mich schrecklich", konstatierte der 34-Jährige daher weniger überraschend. Insbesondere die Niederlage gegen Zverev - Djokovic hatte bereits mit Satz- und Breakvorsprung geführt - nagte am Serben: "Mein Aufschlag hat einfach drastisch nachgelassen. Ich habe ab dem Stand von 3:2 im zweiten Durchgang keine freien Punkte mehr bekommen. Mein Spiel ist auseinandergebrochen."

Dabei hätte für Djokovic in Tokio der nächste Schritt zur sportlichen Unsterblichkeit - Stichwort Golden Slam - erfolgen sollen. Für zumindest drei weitere Jahre wird dem Branchenprimus olympisches Gold nun aber weiterhin in seiner Sammlung fehlen. Ein Umstand, der den ehrgeizigen Serben auch aufgrund der engen Verbundenheit zu seinem Heimatland massiv wurmen dürfte.

Djokovic am Samstag zweimal um Bronze

Denn Djokovic - das ist nicht erst seit gestern klar - will seinen Legendenstatus noch kräftiger untermauern und der zweifellos beste Spieler aller Zeiten werden. Zwar hat der 34-Jährige bereits jetzt zahlreiche Argumente auf seiner Seite, eine Goldmedaille hätte aber wohl auch die größten Kritiker verstummen lassen.

Sollte der Serbe im September die US Open gewinnen, wäre diese Diskussion aber ohnehin beendet. Zunächst steht für ihn in Tokio aber noch zweimal die Bronzemedaille auf dem Spiel. Djokovic trifft am Samstag im Einzel auf Pablo Carreno Busta, im Mixed geht es gegen Ashleigh Barty und John Peers.

Hier das Einzel-Tableau in Tokio

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30.07.2021, 21:05 Uhr
zuletzt bearbeitet: 30.07.2021, 21:06 Uhr

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