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Olympia 2021: Ashleigh Barty wohnt nicht im Athletendorf

Wimbledonsiegerin und Weltranglisten-Erste Ashleigh Barty ist nicht im olympischen Dorf in Tokio untergebracht. Stattdessen verbringt Barty ihre Vorbereitungszeit in einem „australischen Umfeld“.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 21.07.2021, 21:31 Uhr

Ashleigh Barty geht als Favoritin ins Olympia-Turnier
© Getty Images
Ashleigh Barty geht als Favoritin ins Olympia-Turnier

Dass TeilnehmerInnen an Olympischen Spielen nicht immer im Athletendorf wohnen, das hat sich spätestens seit den Spielen 1992 in Barcelona eingebürgert: Damals bevorzugten die US-amerikanischen Basketball-Stars des ersten und letztlich einzigen Dream Teams dann doch eine feudalere Unterbringung als die spartanischen Zweibettzimmer, die sich der große Rest ihrer Gegnerschaft für die zwei Wettkampfwochen gegeben hat.

Schlagendes Argument, wenn die Erinnerung nicht trügt: Die offiziellen Betten seien zu kurz. Nun sind die russischen, spanischen, argentinischen Basketballspieler schon damals nicht wesentlich kleiner als die US Boys gewesen - aber die Strahlkraft hat Michael Jordan, Charles Barkley und Co. natürlich noch ein paar Zentimeter größer erscheinen lassen. Auch und vor allem in der eigenen Wahrnehmung.

Ashleigh Barty in „australischer Umgebung“

Ashleigh Barty sind Allüren dieser Art fremd, die aktuell beste Tennisspielerin der Welt gilt als äußerst bodenständig. Dass Barty in Tokio nicht im Olympischen Dorf wohnt, überrascht aber in folgender Hinsicht: Die Corona-Problematik beherrscht ja auch in der japanischen Hauptstadt die Schlagzeilen, da war eigentlich davon auszugehen, dass alle mehrfach getesteten SportlerInnen sich in einer sicheren Blase aufhalten.

Dem ist allerdings nicht so. Und Ashleigh Barty ist kein Einzelfall, wie Ian Chesterman, der australische Delegationsleiter für Tokio, gegenüber der Associated Press erklärte. „Ash wohnt woanders. Wir haben einige Athleten, die nicht im Dorf untergebracht sind. Wir erlauben das, es geht darum, was für sie am besten funktioniert.“ Um höchste Leistungen zu bringen, müsse man flexibel sein, so Chesterman weiter. Immerhin: „Ash hält sich in einer australischen Umgebung auf, von der aus sie ganz leicht ins Olympische Dorf kommen kann.“ Auch US-Turnstar Simone Biles hat es vorgezogen, außerhalb des Dorfes zu wohnen und zu trainieren - die Ansteckungsgefahr sei so deutlich geringer.

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Sportlich betrachtet geht Barty nach ihrem Wimbledonsieg wohl als Favoritin in die Frauen-Konkurrenz. Als gefährlichste Widersacherin böte sich Naomi Osaka an. Die Lokalmatadorin hat nach ihrem Rückzug von den French Open allerdings kein Match mehr bestritten.

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Donnerstag
22.07.2021, 09:55 Uhr
zuletzt bearbeitet: 21.07.2021, 21:31 Uhr

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