tennisnet.comWTA › Olympia

Olympia 2021: Aus dem College zu den Spielen

Das Teilnehmerfeld der Olympischen Spiele hat im Tennis auch eine große akademische Note: Zahlreiche Ex-College-AthletInnen treten in Tokio 2021 an.

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 21.07.2021, 09:12 Uhr

Jennifer Brady ist die prominenteste Tokio-Starterin mit College-Vergangenheit
© Getty Images
Jennifer Brady ist die prominenteste Tokio-Starterin mit College-Vergangenheit

Die University of California, Los Angeles (UCLA) ist weniger für ihre akademischen Vorzüge bekannt als vielmehr für die Erfolge der Bruins. Egal, ob es sich nun um Football oder Basketball handelt - das College in L.A. steht für herausragende sportliche Erfolge. Was auch für die Tennisabteilung gilt. Denn gleich vier ehemalige UCLA-Athleten werden ihre jeweiliges Heimatland bei den Olympischen Sommerspielen in Tokio vertreten.

Allen voran Jennifer Brady, die in diesem Jahr (noch unter ihrem deutschen Coach Michael Geserer) das Endspiel der Australian Open erreicht hatte. Auf Seiten der Frauen hat auch Ena Shibahara, japanische Doppel-Spielerin mit guten Aussichten auf Edelmetall in Tokio, die UCLA besucht. Bei den Männern kann Marcos Giron, der zuletzt in HalleWestfalen Lokalmatador Jan-Lennard Struff aus dem Tableau gekegelt hatte, in seinem Lebenslauf auf eine hoffentlich fruchtbare Studienzeit im südlichen Kalifornien verweisen. Komplettiert wird das UCLA-Quartett vom niederländischen Doppel-Ass Jean-Julien Rojer.

Robert Farah, mit Partner Juan Sebastian Cabal einer der Topfavoriten auf Gold im Doppel, hat sich in Los Angeles übrigens anders orientiert: Der Kolumbianer war als Student für die USC, die University of Southern California, aktiv.

Koepfer und Pütz mit College-Erfahrungen

Aber auch das deutsche Aufgebot hat eine akademische Note: Dominik Koepfer, im Einzel hinter Alexander Zverev und Struff die Nummer drei, hat seinen Spielstil in der Tulane University geformt. Tim Pütz, der an der Seite von Kevin Krawietz die deutschen Hoffnungen im Paarlauf trägt, war für die Auburn University im Einsatz. Mithin auch eine Schule, die für ihre Football-Meriten bekannt ist.

Und apropos Doppel: Das belgische Vorzeigepaar Sander Gille und Joran Vliegen hat sich ebenfalls ein paar College-Jahre gegönnt. Gille an der East Tennessee State University, Vliegen an der East Carolina University. Beides Schulen, die im Gegensatz zur UCLA nicht auf ein renommiertes Football- oder Basketball-Programm bauen kann.

Zwei prominente ehemalige College-Boys mit exzellenten Bilanzen auf studentischer Ebene werden in Tokio fehlen: Steve Johnson, der 2011 und 2012 für die USC den Einzel-Titel im Universitätssport in den USA gewinnen konnte,  hat den Sprung in das US-amerikanische Team nicht geschafft. Und Kevin Anderson, der sich vor ein paar Jahren noch für die University of Illinois auszeichnen konnte, fasst nach einer längeren Verletzungsmisere gerade erst wieder Fuß auf der ATP-Tour. Was dem Südafrikaner mit dem Turniersieg in Newport am vergangenen Wochenende schon wieder ganz gut gelang.

Verpasse keine News!
Aktiviere die Benachrichtigungen:
Brady Jennifer

Hot Meistgelesen

30.07.2021

Olympia 2020: Novak Djokovic verpasst auch im Mixed das Finale

30.07.2021

Olympia 2020: Alexander Zverev - "Stolzester Moment meiner Karriere"

30.07.2021

Olympia 2020: Finale! Alexander Zverev schlägt Novak Djokovic - "Golden Slam" geplatzt

30.07.2021

Olympia 2020: Novak Djokovic und der unerfüllte Traum von der Goldmedaille

31.07.2021

Olympia 2020: Djokovic verletzt - Bronze im Mixed an Barty und Peers

von Jens Huiber

Mittwoch
21.07.2021, 20:55 Uhr
zuletzt bearbeitet: 21.07.2021, 09:12 Uhr

Verpasse keine News!
Aktiviere die Benachrichtigungen:
Brady Jennifer