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Olympia: Belinda Bencic und ein Anruf von Roger Federer

Belinda Bencics großer Traum vom olympischen Mixed-Doppel an der Seite von Roger Federer ist geplatzt. Die Art und Weise, wie sie diese Nachricht erreichte, hat bei der Schweizerin jedoch Eindruck hinterlassen. 

von Michael Rothschädl
zuletzt bearbeitet: 21.07.2021, 09:29 Uhr

Belinda Bencic und Roger Federer werden das Olympische Mixed-Doppel also nicht aufmischen
Belinda Bencic und Roger Federer werden das Olympische Mixed-Doppel also nicht aufmischen

Es hatte sich abgezeichnet. Vor knapp einer Woche - wenige Tage nach seinem überraschend deutlichen Viertelfinal-Aus in Wimbledon - gab Roger Federer über die Sozialen Medien bekannt, die Reise nach Tokio zu den Olympischen Spielen 2021 nicht anzutreten. Die Goldmedaille im Doppel 2012 und Silber im Einzel 2008 werden damit wohl die größten olympischen Erfolge des Schweizer Ausnahmekönners darstellen. 

Mit der Absage Federers ist auch für eine schweizer Spielerin ein kleiner Traum geplatzt, Belinda Bencic hatte vor den Spielen in Tokio mit einem Antreten an der Seite vom 39-Jährigen im Mixed-Doppel geliebäugelt. Etwas abgefedert habe diese Enttäuschung jedoch, dass sich Federer noch vor der Veröffentlichung seiner Absage direkt bei Bencic meldete, um sie von seinen Plänen zu unterrichten. 

Bencic: "Gesundheit genießt Priorität"

"Natürlich war ich sehr traurig und enttäuscht, aber ich habe es sehr geschätzt, dass er mich angerufen hat. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie es sich anfühlt, wenn man verletzt ist. Und die Gesundheit genießt immer oberste Priorität. Ich wünsche ihm, dass er sich gut erholt und schon bald wieder auf dem Platz steht", wird die Schweizerin in der Aargauer Zeitung zitiert. 

Belinda Bencic gehört seit einigen Jahren zu den Top-15 der Damentenniswelt, hat auf Juniorinnen-Ebene bereits in Wimbledon und Roland Garros triumphiert. Bei den Damen wartet die Schweizerin jedoch noch auf den großen Coup. Dass dieser nicht mehr allzu lange auf sich warten lässt, davon ist Bencic indes überzeugt: "Ich bin von mir überzeugt und bin in der Weltspitze. Ich kann gutes Tennis spielen und die Besten bei den grössten Turnieren besiegen. Ich bin noch nicht am Limit und habe noch nicht das Maximum meiner Karriere erreicht." 

Die harte Arbeit, die Bencic in ihre Karriere stecke, werde irgendwann Früchte tragen, betont die 24-Jährige "Ich weiss nicht, wann meine Zeit kommt, aber es ist jeden Tag mein Traum, für den ich arbeite. Ich bin überzeugt, dass ich irgendwann belohnt werde", so die Weltranglistenzwölfte, die den Olympischen Spielen bereits entgegenfiebert: "Ich freue mich trotz der Absage von Federer, denn davon kann ich einmal meinen Enkelkindern erzählen."

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von Michael Rothschädl

Mittwoch
21.07.2021, 12:10 Uhr
zuletzt bearbeitet: 21.07.2021, 09:29 Uhr

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