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Olympia: Nadal, Federer, Kerber - ja, denkt denn niemand an das Mixed?

Unter den Absagen von Rafael Nadal, Roger Federer und Angelique Kerber leidet nicht nur die Einzel-Konkurrenz bei den Olympischen Spielen in Tokio.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 16.07.2021, 21:34 Uhr

Belinda Bencic und Roger Federer beim Hopman Cup 2019
© Getty Images
Belinda Bencic und Roger Federer beim Hopman Cup 2019

Das Thema Olympia hat bei Alexander Zverev in diesem Jahr schon früh einen hohen Stellenwert eingenommen, ein Start der deutschen Nummer eins in Tokio war allzeit fix vorgesehen. Ein Start? Nein! drei sollten es werden: im Einzel, im Doppel und natürlich auch im Mixed. Mit Angelique Kerber, so hatte es Zverev spätestens beim ATP-Turnier in München deklariert. Obwohl er zu diesem Zeitpunkt die Qualifikations-Kriterien gar nicht so genau kannte - denn einen Fixplatz hätten Kerber und er zum damaligen Zeitpunkt wohl nicht bekommen. Alles Schall und Rauch - denn am Donnerstag hat bekanntlich auch die erfolgreichste deutsche Tennisspielerin seit Stefanie Graf ihren Verzicht auf die olympische Sause bekanntgegeben.

Der Rückzug Kerbers kommt insofern überraschend, als dass sich die Silbermedaillengewinnerin von Rio de Janeiro in den vergangenen Wochen wieder auf einen sportlichen Höhenflug begeben hat. Und in Tokio wohl zum Kreis der Anwärterinnen auf Edelmetall gehört hätte. Es hinterlässt aber auch einen sicherlich traurigen Alexander Zverev. Der sich nun ausschließlich auf den Doppelschlag mit Jan-Lennard Struff konzentrieren muss. Es sei denn, Laura Siegemund erbarmt sich des gebürtigen Hamburgers (und die beiden bekämen einen Platz im Tableau).

Federer gewinnt mit Bencic den Hopman Cup

Aber nicht nur die deutsche Tennis-Delegation fällt um ein spektakuläres, dereinst beim seligen Hopman Cup erprobtes Paar um. Auch die Schweizer werden Roger Federer vermissen, allen voran Belinda Bencic, die mit ihrem großen Landsmann die letzte Ausgabe des so sympathischen gemischten Mannschaftswettbewerbs in Perth gewonnen hatte. Im Endspiel gegen Kerber und Zverev übrigens, ältere Tennisfreunde werden sich erinnern.

Garbine Mugurza wiederum hatte sich schon auf den gemeinsamen Auftritt mit Rafael Nadal gefreut, auch daraus wird nichts. Und das, nachdem die beiden schon 2016 zwar im Raster notiert waren, zu ihrer Erstrunden-Partie aber nicht antreten konnten.

In Rio holten sich schließlich Bethanie Mattek-Sands und Jack Sock das Gold im Mixed, zwei ausgewiesen großartige Doppel-SpielerInnen. Sock versucht sich allerdings gerade wieder in Einzel-Schwung zu bringen, er wird in Tokio fehlen. Mattek-Sands könnte Frances Tiafoe zum Tanz um Gold bitten.

Favoriten sind schwer auszumachen, zumal die gemischten Paarungen erst in Tokio bekanntgegeben werden. Gut könnte es indes für die Franzosen aussehen, die mit Kristina Mladenovic und Caroline Garcia bzw. Pierre-Hugues Herbert und Nicolas Mahut ausgewiesene Doppel-Experten entsenden.

Hier die aktuelle Liste der Starter für Tokio

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