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Olympia: Novak Djokovic hochkonzentriert, hochmotiviert, hochdekoriert

Novak Djokovic ist äußerst souverän in das Tennisturnier bei den Olympischen Spielen gestartet. Der Serbe zeigt in Tokio jene Gewissenhaftigkeit, die ihm in diesem Kalenderjahr bereits drei Grand-Slam-Siege bescherte. 

von Michael Rothschädl
zuletzt bearbeitet: 24.07.2021, 20:44 Uhr

Novak Djokovic ist souverän in die Olympischen Spiele gestartet
Novak Djokovic ist souverän in die Olympischen Spiele gestartet

Novak Djokovic kommt mit den Ehren gleich dreier Grand-Slam-Siege alleine im Kalenderjahr 2021 zu den Olympischen Spielen nach Tokio. Und hat dort eine klare Mission vor Augen: den Golden-Slam. Dafür fehlen dem "Djoker" exakt noch zwei Titel. Der Triumph bei den US Open im September und der Titelgewinn hier in Tokio bei den Olympischen Spielen, zu denen der Branchenprimus als glasklarer Titelfavorit reist. 

Die Auftakthürde meisterte der Weltranglistenerste am Freitag bereits standesgemäß, vier Spielgewinn gönnte ein solider auftretender Djokovic dem Boliver Hugo Dellien. "Ich könnte es immer besser machen, aber für ein erstes Spiel bin ich zufrieden. Ich denke, ich habe gut genug gespielt, um zu gewinnen, aber ich weiß auch, dass ich es besser machen kann. Es gab einige Momente, die im Training in den vergangenen Tagen besser waren, aber das ist etwas, das zu erwarten ist, denn das Spiel ist eine andere Geschichte", bilanzierte Djokovic nach seinem Weiterkommen.

Djokovic und Medvedev kritisieren Bedingungen 

Vielmehr als mit seinem Kontrahenten hatte Djokovic mit den Bedingungen im japanischen Sommer. Diese kritisierte auch sein erster Verfolger in der Weltrangliste, der Russe Daniil Medvedev. "Es war der heißeste Tag bisher. Die Luftfeuchtigkeit ist brutal. Es ist sicherlich heiß. Es war nicht viel Wind, nicht viel Brise. Die Bedingungen sind definitiv hart. Es ist anstrengend, besonders wenn es sonnig ist. Ich verstehe nicht, warum der Start der ersten Spiele nicht verschoben wurde", erklärte der Weltranglistenerste. 

Auch er verstünde nicht, wieso es zu keinen Änderungen im Zeitplan gekommen ist, um den Spielern zumindest die leichte Abkühlung des Abends zu gewähren. "Die Fernsehübertragung ist auch keine Ausrede, denn aufgrund der Zeitverschiebung wäre sie sowohl für Europa als auch für Amerika gut", so der Serbe. 

Goldmedaille im Blick 

Anders als Medvedev, der zu einer regelrechten Schimpftirade gegen den Spielplan ansetzte, fokussierte sich der Weltranglistenerste schnell wieder auf das Wesentliche: sein Spiel. "So viel Erfahrung ich auch habe, das sind die Olympischen Spiele: die Erwartungen, der Druck, zu starten, gut zu spielen, auf dem Niveau, das man will. Trotzdem, 6-2, 6-2 am Ende, ich habe nicht viel Zeit am Platz verbracht", so Djokovic. 

Es ist dies exakt jene Gewissenhaftigkeit, mit der Novak Djokovic auch in Roland Garros, in Wimbledon und Melbourne in diesem Jahr den Titel einheimsen konnte. Die Gewissenhaftigkeit eines Champions. Denn der Serbe macht keinen Hehl daraus, mit der Goldmedaille im Gepäck aus Tokio abreisen zu wollen. Und er macht auch wenig Eindruck, als würde er diesem Ziel irgendetwas in den Weg kommen lassen. 

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von Michael Rothschädl

Samstag
24.07.2021, 20:44 Uhr
zuletzt bearbeitet: 24.07.2021, 20:44 Uhr

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