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Victoria Azarenka träumt vom Olympiasieg als Mama

Die schwangere Weißrussin wurde durch die Spiele in Rio de Janeiro auf besondere Weise inspiriert.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 24.08.2016, 12:41 Uhr

LONDON, ENGLAND - AUGUST 04: Victoria Azarenka of Belarus reacts after defeating Maria Kirilenko of Russia to win the bronze medal in the Women's Singles Tennis on Day 8 of the London 2012 Olympic Games at the All England Lawn Tennis and Croquet Clu...

Wer einmal vom „Olympia-Virus“ infiziert wurde, kommt nie wieder davon los. Das gilt insbesondere fürVictoria Azarenka, die vor vier Jahren in London zur Olympiasiegerin im Mixed wurde und Bronze im Einzel gewann. Das Spektakel in Rio konnte die 27-jährige Weißrussin bekanntlich nur aus der Zuschauerperspektive verfolgen,da sie Ende des Jahres Nachwuchs erwartet. Von Klagen und Wehmut kann bei der werdenden Tennis-Mama aber keine Rede sein. Azarenka fieberte sportartenübergreifend mit den Olympioniken am Zuckerhut mit – diesmal aus einem ganz speziellen Blickwinkel. „Zum ersten Mal achtete ich darauf, wie viele Athleten erfolgreich zu Olympia zurückkehrten, nachdem sie zuvor Nachwuchs bekommen haben“, schreibt „Vika“ in ihrer Kolumne für die Website von „Sports Illustrated“.

Als Azarenka eine Fotoreihe sah, die Olympiasieger dabei ablichtete, wie sie mit ihren Kindern feierten, war es endgültig um die frühere Weltranglisten-Erste geschehen: „Das war das Schönste überhaupt und zugleich die beste Motivation, die man sich vorstellen kann.“ Es wäre wohl die ultimative Krönung ihrer erfolgreichen Laufbahn, wenn Azarenka in Tokio 2020 erneut olympisches Gold gewinnen sollte und diesen Triumph mit ihrem Sprössling bejubeln dürfte. „Olympia ist sowieso mit keinem anderen Turnier vergleichbar. Das Gewinnen der zwei Medaillen in London war einer der Höhepunkte meiner Karriere“, schwärmt die zweifache Australian-Open-Siegerin. Die emotionalen Bilder aus Brasilien erinnerten sie immer wieder an ihre eigenen, unvergesslichen Olympia-Momente: „Niemand kann wirklich beschreiben, was mit dir passiert, wenn du bei der Siegerehrung auf dem Podest stehst. Es geht nicht nur um diesen einen Tag, sondern um deine ganz persönliche Geschichte.“

„Die Tennisspieler in Rio machten mich stolz, Teil dieses Sports zu sein“

Der märchenhafte Olympiasieg von Monica Puiglöste in Azarenka bei diesen Spielen besonders große Freude aus. „Die ganze Welt hat sich in Monica und ihre Geschichte verliebt, sie kann extrem stolz auf sich sein“, lobt die zweifache Olympionikin und mahnt die Kritiker zur Reflektion: „Diejenigen, die daran zweifeln, dass Olympia uns Tennisspielern etwas bedeutet, sollten sich anschauen mit welcher Hingabe die Spieler bei der Sache waren. Sie machten mich stolz, ein Teil des Tennissports zu sein.“ Doch Azarenka blickte auch über den Tellerrand der eigenen Sportart hinaus. Neben der Faszination für Beachvolleyball und Basketball blieb ihr der Olympiasieg der afroamerikanischen Freistilschwimmerin Simone Manuel besonders positiv in Erinnerung: „Manuel steht für die olympische Idee – Menschen zusammenzubringen, Vielfalt, und die Kraft des Sports, Probleme zu überwinden.“ Olympia sei ohnehin etwas Einzigartiges, „es vereint die Welt.“ Die nächsten Sommerspiele im Land der aufgehenden Sonne werden zeigen, ob sich Azarenka ihren Traum erfüllen kann. Eines scheint aber jetzt schon sicher: Der „Olympia-Virus“ wird auch in Japan Besitz von ihr ergreifen.

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