Porsche Tennis Grand Prix: Coco Gauff wie Rafa Nadal? „Eher wie eine Walmart-Version vom ihm“
Coco Gauff hat ihren Auftakt beim Porsche Tennis Grand Prix am Donnerstagabend gemeistert. Mit Sandplatz-König Rafael Nadal will sie sich aber – trotz ihres Siegs bei den French Open im Vorjahr – nicht messen.
von Florian Goosmann
zuletzt bearbeitet:
17.04.2026, 18:00 Uhr

So richtig gut ist es für Coco Gauff beim Porsche Tennis Grand Prix bislang noch nicht gelaufen. Vier Mal war sie bislang in Stuttgart am Start, nur zwei Mal ging es ins Viertelfinale.
Und auch am Donnerstagabend, bei Gauffs erstem Auftritt in der Porsche-Arena, lief es zunächst ungut. Gauffs übliche Baustelle, die Vorhand, wackelte – und landete viel zu kurz im Feld. Vor allem, weil Gauff zu passiv agierte, wieder zu oft in Rücklage geriet. Was Gegnerin Liudmila Samsonova ausnutzte zu einer schnellen 3:0-Führung. Dann aber kam die US-Amerikanerin ins Spiel, der zweite Satz war schließlich kein Problem
Wen sie sich als Vorlage für ihr Spiel genommen habe, wurde Gauff im On-Court-Interview übrigens gefragt. Die Antwort: Der größte Sandplatzspieler ist ja Rafa“, sagte sie. „Ich spiele nicht wirklich wie er, aber ich versuche, meine Vorhand auf Sand so zu schlagen wie er.“ Sie umlaufe dabei die Rückhand nicht ganz so arg, „weil meine Vorhand nicht so gut ist wie seine“, fügte Gauff hinzu.
Coco Gauff als Rechtshänderin-Version von Rafa? „Eher wie eine Walmart-Version“, ruderte Gauff zurück. „Ich will ja online nicht runtergemacht werden.“ Gauff bezog sich dabei auf die günstigen Eigenmarken des US-Supermarktriesen - und die im US-Sprachgebrauch methaphorische Bedeutung im Sinne von “vereinfachte oder minderwertige Variante”.
Sie wolle ihr kommendes Match übrigens von Beginn an etwas offensiver angehen, versprach Gauff später noch in der Presserunde. Hier geht es am Freitagnachmittag ab 14 Uhr gegen Karolina Muchova. Gegen die Tschechin pflegt Gauff eine Bilanz von sechs Siegen – bei keiner Niederlage.
