Rafael Nadal als Tourcoach? - Wohl eher nicht!
Rafael Nadal hat sich seit seinem Karriereende ins Privatleben zurückgezogen und berät in seiner Akademie den einen oder anderen Topstar. Eine dauerhafte Präsenz auf Tour als Coach lehnt der Sandplatzkönig jedoch vorerst ab.
von Daniel Hofmann
zuletzt bearbeitet:
12.06.2026, 18:57 Uhr

Es gibt sicherlich nicht wenige Tennisfans, die sich über eine dauerhafte Präsenz von Rafael Nadal auf der Tour freuen würden. Doch im Podcast von Andy Roddick hat der Spanier diese Option ausgeschlossen. Zu gut scheint dem 40-Jährigen das Leben auf Mallorca aktuell zu schmecken. Doch für Rat und Tat steht Nadal gerne zur Verfügung.
“Ich bin mir sehr sicher, dass ich nicht bereit bin, um einem Spieler im täglichen Geschäft zu unterstützen”, verriet Nadal seinen aktuellen Standpunkt. Doch grundsätzlich freut sich der 22-fache Grand-Slam-Sieger über Besuch: “Mein Telefon ist für jeden Spieler erreichbar. Wenn sie für ein paar Tage in meine Akademie kommen möchten, dann bin ich da”.
Nadal half zuletzt Swiatek und Zverev
Dass sich der Mallorquiner den Problemen seiner ehemaligen Kollegen annimmt, haben zuletzt Iga Swiatek oder auch Alexander Zverev bewiesen. Der frischgebackene French-Open-Sieger verbrachte vor ungefähr einem Jahr einige Zeit in Manacor, wo die Rafael Nadal Academy beheimatet ist. Zverev verbrachte einige Einheiten mit Nadal und seinem Onkel bzw. langjährigem Coach Toni. Dass der Besuch kein Fehler war, hat sich spätestens am letzten Sonntag bestätigt.
Doch warum möchte der Sandplatzkönig kein Engagement auf der Tour, wenn das Coaching dem langjährigen Weltranglistenersten doch Spaß bereitet? “Es gibt so viele Dinge in meinem Leben, die es nicht erlauben einem einzelnen Spieler die Aufmerksamtkeit zu geben, die er oder sie verdient.” Das ist wohl die nette Umschreibung von dem simplen Sachverhalt, dass die Familie aktuell absolute Priorität hat.
Nadal ist für alle erreichbar
Wer schon alles den Weg zu Rafael Nadal gefunden hat, wird nicht immer unbedingt verraten: “Ich habe viele Unterhaltungen mit verschiedenen Spielern geführt. Einige davon sind öffentlich, andere nicht.” Es ist also durchaus besonders, wenn Audienzen von Iga Swiatek oder auch Alexander Zverev der Öffentlichkeit zugänglich sind. Wie intensiv Rafael Nadal den Topspielern mit Rat zur Seite steht, kann nur spekuliert werden.
Vielleicht findet die Legende ja aber zunehmend Spaß an dieser Aufgabe und entscheidet sich in einigen jahren doch nochmal für ein Engagement als Tourcoach. Dem Tennissport würde das sicherlich gut tun. Der Spielerin oder dem Spieler, wer auch immer das sein wird, umso mehr.
