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Sofia Kenin – das „slamige“ Trostpflaster für den Sister-Act

Mit Venus Williams und Sofia Kenin treffen in der Auftakt-Runde der US Open 2026 zwei ehemalige Grand-Slam-Championessen aufeinander. Angesichts der Historie bei der Wildcard-Vergabe mutet das Duell dennoch nur als kleines Trostpflaster an.

von Dietmar Kaspar
zuletzt bearbeitet: 30.08.2026, 12:21 Uhr

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Anstelle des 32. Sister-Acts der Williams-Schwestern wird Sofia Kenin zum Auftakt der US Open gegen Venus Williams antreten.

Die allermeisten Veranstalter dürften sich wohl die Finger danach lecken, wenn ihnen bereits die Auftakt-Runde ihres Turniers das Duell zweier ehemaliger Grand-Slam-Siegerinnen bescheren würde. Zudem dürfte die USTA bei den US Open auch nicht das geringste Problem damit haben, dass somit in der ersten Night-Session des letzten Majors der Saison mit Venus Williams und Sofia Kenin auch noch zwei US-Amerikanerinnen die Schläger kreuzen werden.

Nicht gerade gering war der Diskussionsbedarf der Tennis-Community im Vorfeld des Turniers, als Venus Williams frühzeitig, trotz ihres nun 13 Auftakt-Niederlagen zählenden Negativ-Laufs, erneut in den Genuss einer Wildcard für das Hauptfeld kam. Sowohl die sportlichen Realisten aufgrund der fraglichen Wettbewerbsfähigkeit der inzwischen 46-Jährigen, als auch die Traditionalisten wegen der insgesamt zwei US-Open-Titel der 14-fachen Major-Siegerin hatten durchaus schlagkräftige Argumente auf ihrer Seite.

Wie es mittlerweile schon Usus bei der Vergabe der Wildcards ist, wendete auch der US-amerikanische Tennisverband die Salami-Taktik an, um den letzten Freifahrtschein möglichst lange zurückzuhalten, um für einen eventuellen Sensations-Coup gewappnet zu sein – der in diesem Falle Serena Williams hätte heißen können. Doch im Gegensatz zu Wimbledon konnte sich die 23-fache Grand-Slam-Siegerin doch nicht zu einem Start im Einzel durchringen.

Und so ging die letzte Wildcard im Einzel an die Landsfrau Sofia Kenin, die sich 2020 bei den Australian Open ebenfalls in die Siegesliste bei einem Major eintragen, diesen Erfolg aber nicht dauerhaft in weiteren Trophäen auf dem allerhöchsten Level ummünzen konnte. Spätestens bei der Auslosung dürfte den Tennisfans mit dem Duell der 27-jährigen Kenin gegen Venus in den Sinn gekommen sein, welch spektakulärer Kracher durch die Absage der jüngeren Schwester vereitelt wurde. Die 32. Auflage des Sister-Acts zwischen Venus und Serena hätte wohl wirklich nicht nur alle anderen Erstrunden-Matches im wahrsten Sinne des Wortes in den Schatten gestellt.

Hier das Einzel-Tableau aus New York

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von Dietmar Kaspar

Sonntag
30.08.2026, 16:43 Uhr
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