US Open in Gefahr? Elena Rybakina kämpft gegen die Zeit
Elena Rybakinas Start bei den US Open steht nach ihrem Verletzungs-Aus in Cincinnati weiter auf der Kippe. Die Weltranglistenzweite gibt zwar vorsichtig Entwarnung, hat vor dem ersten Match aber noch nicht trainiert.
von Isabella Walser-Bürgler
zuletzt bearbeitet:
27.08.2026, 08:18 Uhr

Elena Rybakina musste im Viertelfinale von Cincinnati gegen Iga Swiatek bereits nach fünf Spielen aufgeben. Zunächst stand sogar eine mögliche Achillessehnenverletzung im Raum. Diese Befürchtung scheint sich inzwischen nicht bestätigt zu haben, dennoch ist die Kasachin noch längst nicht wieder bei ihrer vollen Belastbarkeit.
„Ich habe mich beim letzten Turnier verletzt und versuche alles, um mich zu erholen. Und bisher läuft es gut“, sagte Rybakina gegenüber The Mirror US. Einen Haken gibt es allerdings: Seit ihrem Abbruch in Cincinnati konnte sie noch keine einzige Trainingseinheit auf dem Platz absolvieren.
www.youtube.com/shorts/x0DLE4kZgSQ
„Wir wollen nichts überstürzen“
Besonders beim Aufschlag hatte Rybakina in Cincinnati massive Probleme. „Ich konnte mich beim Aufschlag nicht einmal abdrücken. Es war schon schmerzhaft, einfach nur zu gehen“, erklärte sie unmittelbar nach ihrem Aus. Inzwischen klingt ihre Einschätzung deutlich optimistischer, allerdings bleibt die Kasachin vorsichtig.
www.youtube.com/shorts/kZK1GNTj5Mk
„Wir werden es in den nächsten Tagen versuchen“, sagte sie mit Blick auf ihre ersten Trainingseinheiten. Entscheidend sei dabei der Zeitpunkt ihres ersten Matches. Insgesamt habe sie plus-minus zehn Tage zur Regeneration, einige davon liegen noch vor ihr. „Wir wollen einfach nichts überstürzen“, so Rybakina.
US Open: Rybakina hat kaum Spielraum
Damit beginnt für die 27-Jährige ein Wettlauf gegen die Zeit. Ein Grand-Slam-Turnier bietet nach einer Verletzungspause schließlich einen denkbar schwierigen Rahmen für eine Rückkehr: Best-of-three-Matches über zwei Wochen, dazu die Belastung auf dem New Yorker Hartplatz unter der New Yorker Hitze.
Rybakina will deshalb offenbar lieber auf Nummer sicher gehen, statt für einen zu frühen Comeback-Versuch ihre restliche Saison aufs Spiel zu setzen. Nach den US Open stehen im Wesentlichen noch die Asien-Tour und die WTA Finals auf dem Programm. Gleichzeitig könnte Rybakina im Saisonendspurt sogar noch um die Weltranglistenspitze kämpfen – ein zusätzlicher Faktor, der die Entscheidung kompliziert.
Die Signale stehen vorerst aber immerhin auf positiv.
