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US Open: Lilli Tagger hat sich selbst überrascht - und beobachtet Naomi Osaka

Lilli Tagger hat bei den US Open 2026 noch das Doppel an der Seite von Sara Errani vor sich. Aus der Niederlage gegen Amanda Anisimova hat sie viel mitgenommen.

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 04.09.2026, 14:13 Uhr

Lilli Tagger am Donnerstag auf dem Grandstand in New York City
© Jürgen Hasenkopf
Lilli Tagger am Donnerstag auf dem Grandstand in New York City

Nein, so hoch sei ihr Puls gar nicht gewesen, erklärte Lilli Tagger bei ihrem Pressegespräch in kleiner Runde nach dem 3:6, 6:3 und 1:6 gegen Amanda Anisimova in Runde zwei der US Open 2026. Was vielleicht auch dazu geführt hat, dass Tagger sich von einem 0:2-Rückstand im zweiten Satz nach verlorenem ersten Durchgang nicht irritieren ließ. Und zu ihrer eigenen Überraschung gegen die Vorjahresfinalisten einen Satz gewann. 

Das sportliche Abenteuer in Flushing Meadows ist damit noch nicht ganz vorbei, Tagger spielt wie schon in Roland-Garros an der Seite von Sara Errani auch im Doppel.  Die beiden haben ein US-amerikanisches Schwestern-Paar zugelost bekommen - Annika und Kristina Penickova - was insofern lustig ist, als dass man Tagger und Errani nicht einmal mit größter Fantasie für sportlich näher verwandt halten könnte: Die Österreicherin bringt das Tempo mit, die Italienerin die Erfahrung und den Spielwitz.

Tagger weiß, wann es wichtig wird 

Zufällig ist das Duo natürlich nicht gemeinsam im Wettbewerb, man darf davon ausgehen, dass Francesca Schiavone bei der Vermittlung wieder eine Rolle gespielt hat. Die italienische Übungsleiterin hatte diesmal ganz alleine in der Box von Lilli Tagger ihren Platz eingenommen. Und wie stets nur sparsam Anweisungen geben. „Damit ich dann auch richtig zuhöre“, erläuterte Tagger.

Die Temperaturen waren zur Abwechslung mal sehr sommerlich am gestrigen Donnerstag, da muss man schon hart im Nehmen sein, wenn einem der Ausrüster ein schwarzes Outfit nahelegt. „Habe ich mir zuerst auch gedacht“, sagte Tagger also. Aber das sei gar nicht ins Gewicht gefallen. 

Augen auch auf Markenkollegin Osaka 

Apropos Ausrüster: Naomi Osaka hat denselben wie Lilli Tagger. Und trumpft bei Majors immer wieder mit neuen Kreationen auf. Am Donnerstag schwebte die Japanerin mit einem silbernen Umhang ins Arthur Ashe Stadium. „Ich schau mir das schon an“, so Tagger. „Aber meines ist das nicht.“ Vielleicht kommt das aber ja noch. Bekanntlich war die junge Naomi Osaka ja auch eher auf der schüchternen Seite. Und vier Grand-Slam-Titel würde die 18-jährige Österreicherin wohl jederzeit nehmen.

Hier das Einzel-Tableau in New York City 


 

von Jens Huiber

Freitag
04.09.2026, 14:05 Uhr
zuletzt bearbeitet: 04.09.2026, 14:13 Uhr