WTA Cincinnati: Sensationelle Bejlek nimmt Sabalenka raus, Rybakina folgt US-Ladies ins Viertelfinale
Mit einer spielerisch beeindruckenden Leistung besiegte die Tschechin Sara Bejlek beim WTA-Turnier in Cincinnati die Weltranglistenerste Aryna Sabalenka in zwei Sätzen und feierte damit ihren ersten Viertelfinaleinzug auf 1000er-Ebene. Ebenfalls den Sprung in die Runde der letzten Acht fixierten Elena Rybakina und die US-Ladies Coco Gauff, Amanda Anisimova und Madison Keys.
von Dietmar Kaspar
zuletzt bearbeitet:
20.08.2026, 07:55 Uhr

Als klare Favoritin ging Aryna Sabalenka in ihre Achtelfinal-Begegnung gegen die Tschechin Sara Bejlek, die als Nr. 35 der Welt noch nie eine topgesetzte Spielerin bei einem WTA-Turnier ausschalten konnte. Und der Start lief für die 28-jährige Sabalenka mit einer schnellen 2:0-Führung verheißungsvoll. Doch im weiteren Verlauf fand Bejlek mit ihrem variantenreicheren Spiel immer bessere Lösungen und konnte sich im ersten Durchgang zweimal nach einem Break-Rückstand zurückspielen. Auch im Tiebreak sah sich die 20-Jährige Linkshänderin mit 1:5 im Rückstand, schaffte aber auch diesmal wieder das Comeback und tütete den Gewinn des ersten Durchgangs mit einer clever gegen den Lauf gespielten Vorhand ein.
Auch im zweiten Durchgang konnte sich Sabalenka trotz des Patzers eines gleich abgegebenen Aufschlagspiels mit ihrem Powerspiel eine 4:1-Führung erarbeiten, ließ aber ihre Gegnerin erneut zurückkehren und musste das Match durch fünf in Folge abgegebener Spiele verloren geben. Mit einem Ass besiegelte Bejlek den 7:6 (7), 6:4-Erfolg nach knapp zwei Stunden und feierte damit in ihrem vierten Versuch den ersten Sieg gegen eine Top-10-Spielerin, der ihr das erste Viertelfinale bei einem 1000er-Turnier bescherte. Sabalenka dagegen kommt seit ihrem erfolgreichen Sunshine-Double im Frühjahr weiterhin nicht richtig in Tritt.
Rybakina gegen Shnaider konsequent
Keine Blöße gab sich die an Nr. 2 gesetzte Elena Rybakina im Viertelfinale gegen Diana Shnaider. Zwar benötigte die Kasachin einen Weckruf in Form von sechs abgewehrten Breakbällen in ihrem ersten Aufschlagspiel, fand dann aber immer besser zu ihren druckvollen Schlägen und packte im siebten Spiel selbst bei ihrer ersten Möglichkeit zu. In einem sicheren Aufschlagspiel fixierte die zweifache Major-Siegerin per Aufschlag-Winner den Gewinn des ersten Durchgangs.
Auch im zweiten Akt zeigte sich die 27-jährige Rybakina gegen ihre 22-jährige Gegnerin konsequent und nutzte erneut ihre erste Möglichkeit zum Break. Zwar musste die Weltranglisten-2. bei Aufschlag ihrer Gegnerin ihren ersten Matchball verstreichen lassen, machte dann aber im Folgegame den Deckel drauf und besiegelte mit einem weiteren Service-Winner den 6:4, 6:4-Erfolg nach 87 Minuten. Im Viertelfinale wird die amtierende Australian-Open-Championesse von der Polin Iga Swiatek gefordert.
US-Ladies Gauff, Anisimova und Keys ohne Satzverlust
Nach dem Dreisatz-Erfolg von Jessica Pegula gegen Sorana Cirstea haben die heimischen Zuschauer im Viertelfinale drei weitere US-Eisen im Feuer. Nachdem sich die an Nr. 4 gesetzte Coco Gauff souverän gegen die Tschechin Marie Bouzkova mit 6:3, 6:2 behaupten konnte und die an Position 9 geführte Amanda Anisimova gegen die frisch gebackene Wimbledonsiegerin Linda Noskova, ebenfalls aus Tschechien, mit 6:1, 6:4 nachlegen konnte, blieb auch die an Position 20 gelistete Madison Keys gegen die chinesische Qualifikantin Xiyu Wang ohne Satzverlust und triumphierte mit 7:6 (3), 6:4. Im der Runde der letzten Acht bekommt es Gauff mit der Ukrainerin Marta Kostyuk, Anisimova mit Landsfrau Pegula und Keys mit der Sabalenka-Bezwingerin Bejlek zu tun.
Hier das Einzel-Tableau aus Cincinnati
