WTA Toronto: Eala ringt McNally nieder, Gauff und Osaka souverän
Beim WTA-1000-Turnier in Toronto musste die Filipina Alexandra Eala auch in ihrem zweiten Match über die volle Distanz gehen, triumphierte aber dennoch gegen die US-Amerikanerin Caty McNally. Souveräne Siege konnten Coco Gauff und Naomi Osaka einfahren, während Belinda Bencic hart kämpfen musste.
von Dietmar Kaspar
zuletzt bearbeitet:
08.08.2026, 09:14 Uhr

Vor einem erneut frenetisch anfeuernden Publikum, in dem wieder zahlreiche philippinische Fähnchen geschwenkt wurden, sah sich Alexandra Eala im Sechzehntelfinale des WTA-1000er-Events in Toronto Caty McNally gegenüber. Und die US-Amerikanerin erwischte den besseren Start und erspielte sich mit einem frühen Break eine 3:1-Führung. Doch die an Nr. 25 gesetzte Eala ließ sich von den Zuschauern tragen und konnte dem ersten Durchgang mit fünf in Folge gewonnener Spiele noch eine Wendung geben.
Richtig eng verlief der zweite Akt. Nachdem sich beide Spielerinnen je zweimal den Aufschlag ihrer Gegnerin sichern konnten, packte die 21-jährige Eala erneut zu und servierte beim Stand von 5:4 zum Matchgewinn. Doch diesmal war es die 24-jährige McNally, die mit drei hintereinander gewonnenen Spielen ein Comeback starten und ihrer Gegnerin zum Schluss sogar das Service zu-Null zum Satzgleichstand abnehmen konnte.
Zum Start des dritten Durchgangs übernahm jedoch Eala wieder die Kontrolle und packte gleich bei ihrer ersten Break-Möglichkeit zur 2:0-Führung konsequent zu. Trotz zweier ausgelassener Chancen zum Doppel-Break verteidigte sie diesen Vorsprung bis zum Schluss, ohne selbst eine Breakchance zuzulassen und besiegelte bei ihrem ersten Matchball den 6:3, 5:7, 6:4-Erfolg nach 2:39 Stunden.
Nach dem Match kommentierte die Washington-Championesse im On-Court-Interview: „Ich habe es überstanden. Es war eines dieser Spiele, die auch ganz anders ausgehen hätten können. Am Ende entschieden Kleinigkeiten und ein bisschen Glück. Es war ein großartiges Match gegen eine sportlich faire Gegnerin.“
Bencic beißt sich gegen Townsend durch
In der Runde der letzten 16 bekommt es Eala mit der Schweizerin Belinda Bencic zu tun, die gegen Taylor Townsend einen knapp dreieinhalb stündigen Kampf zu überstehen hatte. Dabei hatte erst die US-Amerikanerin die Trümpfe in der Hand, nachdem sie sich eine 5:2-Führung erspielen konnte. Jedoch ließ sie ihre 29-jährige Gegnerin noch einmal zurückkommen, konnte aber im Tiebreak mit ihrem sechsten Satzball den Satzgewinn final eintüten.
Der zweite Durchgang lief komplett ausgeglichen, wobei beide Kontrahentinnen all ihre Aufschlagspiele halten konnten. Im erneut fälligen Tiebreak hatte diesmal die an Nr. 12 gesetzte Bencic die Nase vorn. Im Entscheidungs-Satz wechselte das Momentum mehrfach. Erst erspielte sich die Schweizer Olympiasiegerin eine frühe 3:1-Führung, musste ihre Gegnerin aber zum zwischenzeitlichen 4:4-Ausgleich zurückkehren lassen. Nach dem vorentscheidenden Break im neunten Spiel ließ sich Bencic aber die Butter nicht mehr vom Brot nehmen und servierte den 6:7 (5), 7:6 (4), 6:4-Erfolg nach 3:24 Stunden sicher nach Hause.
Gauff gegen Sakkari und Osaka gegen Mertens ohne Probleme
Deutliche Erfolge feierten dagegen die favorisierten Coco Gauff und Naomi Osaka. Während sich die an Position 4 geführte US-Amerikanerin gegen die Griechin Maria Sakkari mit 6:1, 6:4 behaupten konnte und im Achtelfinale auf Alina Korneeva treffen wird, erspielte sich die an Nr. 11 gesetzte Japanerin mit einem 6:1, 6:2-Erfolg gegen die Belgierin Elise Mertens ein Duell gegen die kanadische Lokalmatadorin Leylah Fernandez.
Hier das Einzel-Tableau der Damen aus Toronto
