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100 Mal Vukicevic – Stationen einer großen Karriere

Serbiens HTT Ausnahmekönner Vladimir Vukicevic hat am Dienstag Abend mit seinem Triumph beim Sport 2...

von Claus Lippert
zuletzt bearbeitet: 07.04.2022, 14:18 Uhr

Serbiens HTT Ausnahmekönner Vladimir Vukicevic hat am Dienstag Abend mit seinem Triumph beim Sport 2000 Cup im UTC La Ville den Schritt zurück ins Rampenlicht der Hobby Tennis Tour geschafft. Erstmals nach exakt 1.297 Tagen und seit seinem HTT US Open Erfolg im September 2018, hat der zweiterfolgreichste internationale Spieler der HTT Geschichte wieder ein Turnier auf der HTT gewonnen, und damit auch seinem Jubiläums-Auftritt eine ganz besondere Note verliehen. Mit seinem 17. Turniersieg krönte der 40jährige Serbe einen Jubiläums-Auftritt, der ihm just beim 100. Turnierstart ein Comeback in den Siegerlisten der Hobby Tennis Tour bescherte. Wir blicken zurück auf die Stationen einer großen, außergewöhnlichen und im kommenden Sommer schon 10 Jahre währenden Karriere. Ein Beitrag von C.L

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Eine von Erfolgen & Triumphen gekennzeichnete Karriere

Er gilt als einer der besten Spieler der HTT Geschichte, er wird laut HTT Statistik-Abteilung als der zweiterfolgreichste internationale Akteur der HTT Open Era geführt, und ist doch nicht unumstritten, was seinen Ruf als eines der Aushängeschilder der Hobby Tennis Tour angeht. Seine seit Sommer 2012 laufende Karriere ist gepflastert mit großen Triumphen, bitteren Niederlagen, aber auch dem ein oder anderen Skandälchen, mit dem sich der aus Sombor stammende Routinier nicht nur Freunde im Circuit gemacht hat. Vukicevic hat praktisch fast Alles gewonnen, was man auf der HTT an prestigeträchtigen Titel einheimsen kann. Der Frontman von WAT Landstraße hat fünf HTT Grand Slam Trophäen daheim im Wohnzimmer stehen, siegte drei Mal bei seinem Heimturnier HTT Wimbledon (2013, 2014, 2017), triumphierte zudem auch bei den HTT Australian Open 2016 und bei den HTT US Open 2018. Für satte 81 Wochen führte Vukicevic die HTT Computer-Rangliste als Nummer 1 an, unglaubliche 3.201 Tage lang und ohne Unterbrechung  ist er sogar rekordverdächtiges Mitglied in den Top Ten der hochgejazzten HTT Charts. Über achteinhalb Jahre zu den Besten zehn Spielern der HTT zu gehören, ist eine wahrlich außergewöhnliche Leistung. 2016 trug er sich auch in die Siegerliste der HTT Finals im UTC La Ville ein, und mit dem Olympiasieg 2013 hat Vukicevic seine erfolgsverwöhnte Karriere quasi sogar vergoldet.

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Die Schattenseiten in der Karriere des Vladi Vuk

Doch die von Titeln und Erfolgen gezeichnete Karriere hatte auch ihre Schattenscheiten. Niederlagen, Verletzungen, Skandale, der erfolgsverwöhnte Vukicevic war nicht vor Tiefschlägen gefeit. Da waren auch ganz bittere Stunden im vergangenen Jahrzehnt dabei, beispielsweise als er als Teil des bis heute als bestes HTT Match aller Zeiten gehandelten HTT Wimbledon-Finales 2012 dem Neuseeländer Ari Davis in fünf Satzen knapp unterlag. Oder 2015, die bittere, weil gänzlich unerwartete Endspiel-Niederlage bei den HTT Aussie-Open gegen Underdog Bernhard Scheidl. 2016 schockte der damals 34jährige Serbe bei der HTT French Open Playersparty die Kollegenschaft mit einem körperlichen Zusammenbruch. 2017 muss Vukicevic sein nächstes HTT Australian Open Desaster verkraften, diesmal gibt es eine hauchdünne Fünfsatz-Niederlage gegen den Rumänen Alex Stokker. Dazu setzte es im September bei den HTT US Open 2017 ein finales Debakel gegen Patrick Wiesmühler, ein Ereignis, das irgendwie die Wende hin zum unschöneren Teil der Laufbahn des Vladi Vuk. einleitete. Fortan gab es weniger Schlagzeilen nach großen Triumphen, als vielmehr nach unschönen Niederlagen, bitteren Verletzungen und vermeidbaren Skandalen. 2018 im Endspiel der HTT Finals gegen Lukas Prüger hatte Vukicevic die vielleicht bitterste Pleite seiner Karriere zu verarbeiten, als er ein 6:1, 4:0 in der im Eklat endenden finalen Entscheidung zu verarbeiten hatte.

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HTT Finals Skandal 2021 als Wendepunkt

2019 schien Vukicevic dann sämtlichen Kredit bei seinen Kollegen zu verspielen. Immer öfter gab es bei seinen Partien mit lautstarken serbischen Schimpftriaden und diversen Mätzchen Szenen zu beklagen, die dem Image des außerhalb des Platzes als Sonnyboy wahrgenommenen Tennisschulbetreibers massiv schadeten. Höhepunkt dabei, das Semifinale bei den HTT Erste Bank Open gegen Lieblingsgegner Lukas Prüger. Der serbische Routinier war mangels erhoffter Erfolge immer öfter komplett unentspannt in seinen Matches zu beobachten. Der vorläufige Tiefpunkt seines eskapadischen Verhaltens legte Vukicevic im Endspiel der HTT Finals 2021 an den Tag, als er nach einem Disput mit Finalgegner Lenny Wilmink den Centercourt nach verlorenem ersten Satz verließ, und das größte, wichtigste und prestigeträchtigste HTT Turnier des Jahres zu einer Nullnummer verkommen ließ. Seitdem scheint der 40jährige Familienvater “geläutert”. Der Sieg am vergangenen Dienstag beim Sport 2000 Cup wird das Übrige dazu tun. Nach sechs Niederlagen en suite konnte Vukicevic erstmals wieder seinen ewigen Rivalen Damian Roman in die Schranken weisen, und ausgerechnet gegen den HTT Branchen-Primus den ersten HTT Titel seit September 2018 fixieren.

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“In der Vergangenheit ging oft mein Temperament mit mir durch”

Und wie sieht eigentlich Vukicevic selbst seine HTT-Karriere im Rückspiegel? Woran denkt er gerne zurück, was würde er anders machen, was waren seine größten Erfolge, was die bittersten Niederlagen, und welche Ziele verfolgt der 40jährige für die Zukunft? “Ich bin zunächst einmal sehr froh, Teil der goldenen Hobby Tennis Tour Ära sein zu dürfen. Ich glaube das größte Highlight meiner Karriere war das HTT Wimbledon-Finale 2012 gegen Ari Davis. Dieses Match hatte sowas wie einen Olympiaspirit. Dabei sein war alles, es lief so fair ab, und doch wurde großer Sport geboten. Ich denke, dieses Match hat die Hobby Tennis Tour nachhaltig hin zum aktuellen Niveau geprägt. Dieses Match war der Auftakt in die Moderne der HTT”, so der 40jährige, der seine Heimsiege bei HTT Wimbledon ganz oben auf seiner persönlichen Hitliste sieht. “Bei WAT Landstraße zu gewinnen, ist ganz klar für mich das Größte. Sportlich sehe ich natürlich meinen Masters-Sieg weit vorne, in Sachen Anerkennung kann man nichts Größeres auf der HTT gewinnen”, betonte der Ranglisten-Dritte. “Die bittere Niederlage meiner Laufbahn ist klar jene von den Finals 2018 im Endspiel gegen Lukas Prüger, als ich 6:1, 4:0 in Führung lag. Und eine schmerzhafte Niederlage war auch jene vom letzten Dezember bei den Finals gegen den Lenny. Ich hatte zwei, drei Tage ein ganz schlechtes Gefühl. Solche Matches, und all die Ausraster der letzten Jahre sind bittere Erfahrungen im meinem sportlichen Leben auf der HTT. Das würde ich heute anders machen. Da ging oft das Temperament mit mir durch. Dieses Dinge sind passiert, und daraus habe ich meine Lehren gezogen”, so Vukicevic, der sich für 2022 wie jedes Jahr nur ein klares Ziel setzt. “Ich will unter den Top 8 sein, und am Jahresende die HTT Finals spielen. Dort mit den Besten der HTT im Round Robin Modus zu spielen, gibt mir persönlich am meisten”.

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