Alcaraz und die Ferrero-Trennung: Nichts mehr als warme Floskeln
Die Australian Open sind der erste große Auftritt von Carlos Alcaraz ohne Langzeitcoach Juan Carlos Ferrero. Warum die beiden sich getrennt haben? Natürlich auch in Melbourne großes Thema.
von Florian Goosmann
zuletzt bearbeitet:
17.01.2026, 14:12 Uhr

Denn nichts Genaues weiß man nicht. Die Traumehe zwischen Carlos Alcaraz und Juan Carlos Ferrero ging im Winter 2025 abrupt zu Ende - und völlig überraschend für Außenstehende.
Ferrero habe nur zwei Tage Zeit bekommen, einen neuen Vertrag zu unterschreiben, heißt es. Womöglich unzureichend honoriert, wird weiter spekuliert. Eine andere These: Team Alcaraz wollte nicht mehr so viel Zeit in der doch abgelegenen Akademie von “JCF” verbringen (und mehr in der eigenen). Oder ist man unterschiedlicher Auffassung gewesen, was den Trainingseifer von “Carlitos” angeht? In der Netlix-Doku aus 2025 ging dies mehrfach hervor: hier Ferrero, der Alcaraz zum erfolgreichsten Spieler aller Zeiten machen wollte und mehr Trainingseinsatz verlangte; dort Alcaraz, der nach großen Turniersiegen auch mal feiern will.
Alcaraz: “Eben so entschieden”
Was war's also? Natürlich wurde Alcaraz das auch in Melbourne gefragt. Vermutlich ohne Hoffnung auf eine klare Antwort. Die dann auch nicht kam. Man habe das eben entschieden, dieses Lebenskapitel habe man gemeinsam beendet, erklärte Alcaraz. Und bliebt auch anschließend im Vagen. Er sei “sehr dankbar für diese sieben Jahre”, habe “viel gelernt”, dank Juan Carlos sei er wohl “der Spieler, der ich heute bin”. Aber “intern hat man sich eben so entschieden”. Dennoch seien die beiden “immer noch Freunde”, man habe weiterhin “eine gute Beziehung.”
Wie Alcaraz die neue Situation auf dem Court angeht? Wird sich zeigen. Er darf bereits am Sonntag ran, im zweiten Match der Night Session gegen Lokalmatador Adam Walton. Man kann davon ausgehen, dass Juan Carlos Ferrero zumindest vorm TV-Bildschirm zuschauen wird.
Die Australian Open sind das einzige Majorturnier, das der Weltranglisten-Erste noch nicht gewonnen hat. Sollte er es in diesem Jahr schaffen, hätte er mit nur 22 Jahren seinen Karriere-Grand-Slam erreicht.
