Alexander Zverevs große Schritte und ein erstaunliches Ziel

Bei einem Kurzbesuch in seiner Geburtsstadt Hamburg nahm Alexander Zverev überraschend die US Open in den Blick. Und er sprach erneut über das Thema Diabetes.

von SID
zuletzt bearbeitet: 11.08.2022, 19:47 Uhr

© Getty Images
Alexander Zverev kam für eine Pressekonferenz nach Hamburg

Alexander Zverev posierte lächelnd vor einem malerischen Alster-Panorama, verkündete erstaunliche Fortschritte in seiner Reha und setzte sich nach der kurzen Stippvisite in seiner Geburtsstadt Hamburg schnell wieder in den Flieger gen Monte Carlo. Am Nachmittag stand für den Olympiasieger schließlich in seiner Wahlheimat Monaco schon wieder ein Training auf dem Programm - Zverev hat rund zwei Monate nach seiner schweren Knöchelverletzung auch für ihn selbst überraschend wieder die US Open in den Blick genommen.

"Ich werde natürlich immer noch versuchen, es zu schaffen", sagte der Weltranglistenzweite: "Die Ärzte haben gesagt, ich werde nach vier Monaten das erste Mal auf dem Tennisplatz stehen. Bei mir sind es zwei." Jeden Tag gehe es richtig voran und er könne seinen Körper immer stärker belasten.

Maximalbelastung für vorbelastetes Gelenk

Ob es für das Highlight in New York ab dem 29. August allerdings am Ende wirklich reicht, könne er erst in etwa zehn Tagen sagen und Zverev ist sich bewusst, dass es "sehr, sehr knapp" wird. Schließlich geht es bei dem Hartplatz-Event im Modus mit drei Gewinnsätzen zu Sache - es wäre eine Maximalbelastung für sein nun vorbelastetes Gelenk.

Zverev war im Halbfinale der French Open im Duell mit dem späteren Turniersieger Rafael Nadal am 3. Juni umgeknickt. Drei Bänder waren gerissen, vier weitere beschädigt. Im Juli kündigte er an, erst wieder antreten zu wollen, wenn er wieder sein Toplevel erreicht hat.

Starke Gegner für eine starke Mannschaft

Spätestens im Davis Cup, der eigentliche Grund für Zverevs Besuch in der Hansestadt am Donnerstag, will die deutsche Nummer eins im September wieder mitmischen. "Es wird etwas ganz Besonderes sein und ein Highlight für mich und die anderen Jungs", sagte der Topstar: "Ich hoffe, dass wir das Stadion vollkriegen." Erstmals wird in Hamburg auf Hartplatz gespielt, die Gegner haben es in sich.

Die deutsche Mannschaft spielt gegen Frankreich (14.), Belgien (16.) und Australien (18.) um den Einzug in die Endrunde. "Es sind starke Gegner, aber wir haben auch eine starke Mannschaft", sagte Zverev, der seine sportliche Zwangspause auch nutzte, um ein Zeichen abseits der Center Courts zu senden.

Große Erfolge trotz Diabetes Typ 1

Er gab die Gründung seiner Stiftung zur Unterstützung von Betroffenen der Stoffwechselkrankheit Diabetes bekannt. Zverev will ein Vorbild sein, dass man trotz einer Erkrankung alles erreichen kann. Bei ihm selbst war Diabetes Typ 1 im Alter von vier Jahren diagnostiziert worden. "Manchmal gehe ich auf die Toilette und muss mich spritzen, manchmal muss ich die Gels nehmen", sagte Zverev: "Ich habe das Glück, dass ich das Ganze im Griff habe." Während der Partien habe er ein Gerät in der Tasche liegen, das seinen Zuckerwert anzeigt. Der ATP und der ITF sei dies bekannt, eine Insulinpumpe nutze er nicht.

"Ich habe die Goldmedaille von Olympia, ich bin die Nummer zwei der Welt, habe zweimal die Weltmeisterschaft gewonnen und schon ein paar Erfolge hinter meinem Rücken", sagte er nun in Hamburg. Und womöglich kämpft er demnächst auch in New York erneut um seinen ersten Grand-Slam-Titel.

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Donnerstag
11.08.2022, 19:35 Uhr
zuletzt bearbeitet: 11.08.2022, 19:47 Uhr

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