"Am liebsten mit Tennis aufhören": Sabalenka scheitert in Paris
Aryna Sabalenka hat in ihrer Pressekonferenz nach der Niederlage gegen Diana Shnaider im Viertelfinale der French Open 2026 verständlicherweise ihren Frust geäußert.
von SID
zuletzt bearbeitet:
03.06.2026, 18:44 Uhr

Die Nummer eins der Welt ist raus: Für Aryna Sabalenka geht das Warten auf den ersten Triumph bei den French Open weiter. Die viermalige Major-Siegerin verlor am Mittwoch nach einem spektakulären Leistungseinbruch überraschend 6:3, 5:7, 0:6 gegen die Russin Diana Shnaider. Neben ihrem 400. Sieg auf Tourlevel verpasste die Belarussin auch ihr siebtes Halbfinale in Serie bei einem Grand Slam.
"Keine Gedanken, keine Gefühle. Ich möchte am liebsten sofort mit dem Tennis aufhören", sagte Sabalenka tief enttäuscht: "Aber wir werden in ein paar Tagen sehen. Hoffentlich finde ich mental wieder zurück in die Spur."
Sabalenka, die im Vorjahr das Finale in Paris gegen die US-Amerikanerin Coco Gauff verloren hatte, dominierte zunächst und lag schnell 5:1 im ersten Satz vorne. Doch bei windigen Bedingungen auf dem Court Philippe-Chatrier, immer wieder wurde der Sand aufgewirbelt, streuten sich immer mehr Fehler in das Spiel der Favoritin ein. Dennoch sicherte sie sich den ersten Durchgang.
Sabalenka haderte aber nun häufiger, die Selbstverständlichkeit war weg - und Shnaider drehte auf. Die Russin stemmte sich gegen die drohende Niederlage und erzwang den Entscheidungssatz. Dort zog sie Sabalenka, die nun völlig von der Rolle war, sichtbar am Rande der Verzweiflung stand und zehn Spiele in Folge verlor, endgültig den Zahn.
"Ich weiß gar nicht mehr, wann mir das das letzte Mal passiert ist, dass ich zehn Spiele nacheinander verloren habe", sagte Sabalenka "Ich glaube, mental bin ich da in ein sehr, sehr tiefes, dunkles Loch geraten und habe es einfach nicht geschafft, mich wieder aufzurappeln."
