Andre Agassi ist froh, nicht gegen Djokovic, Nadal, Federer gespielt zu haben

Was, wenn Andre Agassi in seiner besten Zeit mit Novak Djokovic, Roger Federer und Rafael Nadal spielen hätte müssen? Keine schöne Vorstellung für den US-Amerikaner.

 

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 05.12.2020, 16:53 Uhr

Andre Agassi mit Novak Djokovic bei den Australian Open 2018
© Getty Images
Andre Agassi mit Novak Djokovic bei den Australian Open 2018

Eines hat Andre Agassi mit Novak Djokovic, Rafael Nadal und Roger Federer in jedem Fall gemein: Alle vier haben den Karriere-Grand-Slam geschafft, also den Sieg bei den vier größten Turnieren auf der Tennis-Tour. Zu Zeiten eines Andre Agassi mag dies sogar noch schwieriger gewesen sein als in den vergangenen Jahren: Denn in den 1990er-Jahren gab es tatsächlich noch massive Unterschiede zwischen den einzelnen Bodenbelägen.

Andererseits hatte Agassi mit Pete Sampras zwar einen großen Rivalen, dem er in Grand-Slam-Endspielen mehrmals unterlag, dazu mit Spielern wie Boris Becker, Stefan Edberg oder Jim Courier starke Konkurrenz. Mit dieser illustren Ansammlung an Gegnern kann der 50-jährige US-Amerikaner aber sehr gut leben, wie er in einem Interview am Rande eines Leadership-Kongresses der Hindustan Times vor kurzem zu Protokoll gab.

Agassi hat Djokovic gecoacht, gegen Nadal und Federer gespielt

„Ich wache jeden Tag dankbar dafür auf, dass sich mein Karriere-Höhepunkt nicht in dieser Generation zugetragen hat“, so Agassi. „Weil wenn das der Fall wäre, würde ich hier sitzen und darüber reden, wie ich fast dies und fast das gewonnen hätte. Wir haben drei Männer, die wohl die besten aller Zeiten sind. Sie spielen alle zur gleichen Zeit, was bemerkenswert ist. Sie haben geschafft, was unser Sport noch nicht gesehen hat. Und sie werden das noch ein bisschen weiter machen.“

Mit Federer und Nadal hat Agassi noch selbst Berührungspunkte auf der Tour gehabt: Gegen den Spanier verlor er beide Matches, gegen Federer schloss er mit einer Bilanz von drei Siegen und acht Niederlagen ab. Novak Djokovic hat Andre Agassi eine Zeit lang als Coach zur Seite gestanden. Wer denn der Beste sei? Agassi will sich nicht festlegen.

„Man kann auch gute Argumente für Djokovic finden, der auf allen Belägen spielen kann und immer der Favorit auf den Sieg ist, was in dieser Generation außerordentlich ist. Generell betrachtet ist aber der Tennissport der Gewinner. Es ist großartig für mich, das zu beobachten und zu schätzen. Und wenn es einmal aufhört, werden wir es alle vermissen.“

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Samstag
05.12.2020, 17:55 Uhr
zuletzt bearbeitet: 05.12.2020, 16:53 Uhr