Andrea Petkovic: "Ich sehe die Ziellinie"

Andrea Petkovic könnte bereits nach dieser Saison ihre Karriere als aktive Tennisspielerin beenden.

von Nikolaus Fink
zuletzt bearbeitet: 09.01.2022, 11:31 Uhr

In Melbourne erreichte Andrea Petkovic das Viertelfinale
© Getty Images
In Melbourne erreichte Andrea Petkovic das Viertelfinale

Beobachtete man Andrea Petkovic im Viertelfinale des WTA-250-Turniers von Melbourne, so war bei der Deutschen von Müdigkeit keine Spur: Wie zu ihren besten Zeiten kämpfte die 34-Jährige gegen die vierfache Grand-Slam-Siegerin Naomi Osaka verbissen um jeden Punkt, letztlich setzte es für sie trotz einer 4:2-Führung im zweiten Satz aber eine Zweisatzniederlage.

Dennoch stellte der Viertelfinaleinzug für Petkovic einen guten Start in die Saison 2022 dar. Jene Saison, die womöglich ihre letzte auf der Tour werden könnte. "Ich sehe die Ziellinie. Ich weiß nicht, ob es in dieser oder der nächsten Spielzeit sein wird, aber ich sehe die Ziellinie. Und manchmal macht es mich wirklich traurig, weil das meine Leidenschaft ist", erklärte die aktuelle Weltranglisten-75. im Gespräch mit der WTA.

Langer Regenerationsprozess hinterlässt Spuren

Als Grund für ihre Gedanken an ein Karriereende machte Petkovic in erster Linie den immer länger werdenden Regenerationsprozess aus: "Normalerweise fühle ich mich nach den drei oder vier Wochen vor der Saisonvorbereitung immer frisch. Zum ersten Mal hatte ich das Gefühl, dass ich nicht die ganze Frische gesammelt habe. Ich habe also gespürt, dass der Erholungsprozess ein wenig langsamer ist."

Ansonsten würde sie am Tennissport nach wie vor alles lieben: "Ich glaube, das wäre wirklich der Trick im ganzen Leben, wenn man den Verstand eines erfahreneren Menschen und den Körper eines jungen Menschen haben könnte. Das würde dir ein perfektes Leben geben, aber so funktionieren die Dinge nicht."

"Will um jeden Punkt kämpfen"

Daher gehe es für Petkovic in diesem Jahr darum, ihre "bestmögliche Version" auf den Platz zu bringen. "Ich will einfach da rausgehen und um jeden Punkt kämpfen, an mich glauben und dann sehen, wie weit ich mit meinem Körper komme", meinte die ehemalige Weltranglistenneunte.

Zumindest beim ersten Turnier des Jahres gelang Petkovic dies bereits sehr gut - und es ist angesichts ihrer Einstellung davon auszugehen, dass es bei der Deutschen auch bei den am 17. Januar beginnenden Australian Open nicht am mangelnden Kampfgeist scheitern wird.

Das gesamte Interview könnt ihr hier nachlesen.

Hier das Einzel-Tableau in Melbourne 1

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zuletzt bearbeitet: 09.01.2022, 11:31 Uhr

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