ATP Challenger Menorca: Ofner gibt nach unerwarteter Aufgabe Entwarnung: "Wollte kein Risiko eingehen"
Sebastian Ofner musste seine Erstrundenpartie bei den Open Menorca am Mittwoch gegen den Italiener Raul Brancaccio nach verlorenem ersten Satz vorzeitig beenden. Doch der Österreicher konnte schnell Entwarnung geben.
von Florian Heer
zuletzt bearbeitet:
03.04.2026, 08:34 Uhr

„Eigentlich geht es mir ganz gut“, erklärt Ofner am Donnerstag kurz vor Abreise von der zweitgrößten Baleareninsel. „Ich habe mich lediglich etwas verkühlt und war etwas kränklich die letzten Tage. Ich habe dann die Schulter gespürt und beschlossen, dass ich nicht darüber hinweggehe und es vielleicht am Ende noch schlimmer wird. Es war also eine reine Vorsichtsmaßnahme.“
Der 28-Jährige gehörte zu jenen Spielern, die in Menorca besonders unter den extremen Bedingungen litten. Böiger und ständig drehender Wind hatte den Ablauf des ATP Challenger 100 Sandplatzturniers an den ersten Tagen massiv beeinträchtigt.
„So extreme Windverhältnissen habe ich bisher noch nicht erlebt“, antwortete Ofner auf die Frage, ob er jemals zuvor unter solchen Bedingungen gespielt habe. „Ich denke auch, dass es zu extrem war. Allerdings glaube ich, gibt es dazu keine feste Regel. Aber eigentlich hatte dies wenig mit Tennis zu tun, da es teilweise nur darum ging, wer einmal den Ball ins Feld brachte.“
Positives erstes Quartal
Trotz des frühen Ausscheidens zieht Ofner eine positive Bilanz seiner bisherigen Saison. Nachdem er im vergangenen Jahr erneut einige Zeit verletzt ausgefallen war, hat sich der Steirer inzwischen wieder auf Platz 78 der Weltrangliste vorgearbeitet.
„Im vorherigen Jahr war ich wieder für eine gewisse Zeit raus und dementsprechend hat es ein wenig gedauert. Allerdings sehe ich den Start in die neue Saison sehr positiv. Von den letzten fünf Wochen waren vier wirklich gut. Ich konnte in Frankreich (St. Brieuc und Thionville) zwei Challenger-Turniere hintereinander gewinnen. Diese waren sehr gut besetzt und daher war es auch eine sehr gute Leistung.“
Dass er in der Qualifikation bei den Australian Open Matchbälle vergeben hatte, beschäftigt ihn hingegen nicht mehr.
„Da gab es gar nichts länger dran zu knabbern. So etwas passiert einmal und damit ist es auch erledigt“, stellte er klar.
Zurück auf die ATP-Tour
In den kommenden Wochen soll der Fokus nun wieder ganz auf der ATP-Tour liegen. Ofner plant in der Qualifikation in Barcelona und in Madrid anzutreten. Für das Masters in Rom hofft er auf den direkten Sprung ins Hauptfeld. Danach stehen noch die Geneva Open und schließlich die French Open in Paris auf dem Programm.
„Mit dem Ranking, das ich wieder habe, geht der Weg jetzt erstmal wieder auf die ATP-Tour. Das zahlt sich am Ende mehr aus“, gab Ofner zu Protokoll.
