"Stürmischer Auftakt" beim Challenger auf Menorca

„Der Wind, der Wind, das himmlische Kind“ – jeder, der schon einmal selbst auf einem Tennisplatz bei starkem Wind gestanden hat, weiß, wie zermürbend solche Bedingungen sein können. Plötzlich fliegt der Ball nicht mehr dorthin, wo man ihn geplant hat, der Aufschlag wird vom nächsten Luftstoß verweht, und selbst einfache Schläge fühlen sich unsicher an. Man spielt nicht mehr nur gegen den Gegner, sondern gegen die Elemente. 

von Florian Heer
zuletzt bearbeitet: 02.04.2026, 08:25 Uhr

Florian Heer
© Florian Heer
Die stürmischen Bedingungen beim Challenger auf Menorca waren bislang nicht zum Vorteil der deutschen und österreichischen Spieler.

Von Florian Heer aus Ciutadella de Menorca

Genau das war in den ersten Tagen bei den Open Menorca zu erleben: Mit bis zu 100km/h böiger, ständig drehender Wind machte geordnetes Tennis zeitweise nahezu unmöglich. Als Konsequenz konnten die für Dienstag angesetzten Matches gar nicht erst beginnen und die Qualifikation zur zweiten Ausgabe des ATP Challenger 100 Turniers wurde erst am Mittwoch beendet. 

„Du musst wirklich bei jedem Ballwechsel zu hundert Prozent fokussiert sein“, beschrieb Denis Yevseyev die Herausforderung bei diesen Bedingungen zu spielen. „Es fühlt sich mehr nach einem ‘Fun Game‘ an, indem man versucht einige Trick-Shots auszupacken. Ich hoffe daher, dass es sich in den kommenden Tagen beruhigt und wir normales Tennis spielen können.“

Der Spanier Miguel Damas beschrieb sein Auftaktmatch auf der Baleareninsel sogar mit einem Superlativ: „Das war heute der windigste Tag, an dem ich jemals Tennis gespielt habe“, gab der 26-jährige im Anschluss an seinen Dreisatzerfolg über den Jordanier Abdullah Shelbayh zu Protokoll.

Dedura, Negritu raus – Ofner verletzt

Auch die deutschsprachigen Profis hatten mit den stürmischen Umständen zu kämpfen und wurden dabei regelrecht aus dem Turnier geblasen. Diego Dedura, der nach seinem Südamerikaswing und seinem zweiten Titelerfolg auf der ITF World Tennis Tour in Argentinien, seine europäische Sandplatzsaison eröffnete, scheiterte in der zweiten Runde der Qualifikation gegen den US-Amerikaner Dali Blanch. Auch Christoph Negritu schaffte nicht den Sprung ins Hauptfeld. Ihm bleibt allerdings noch die Doppelkonkurrenz. Der Österreicher Sebastian Ofner – in Menorca an Position zwei gesetzt – musste in seiner Erstrundenpartie gegen den Italiener Raul Brancaccio nach verlorenem ersten Satz aufgrund einer Schulterverletzung aufgeben. Justin Engel und Sandro Kopp steigen erst am Donnerstag ins Geschehen auf der Baleareninsel ein.

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Sebastian Ofner musste auf Menorca verletzungsbedingt seine Sachen bereits nach der ersten Runde zusammenpacken.

In einem waren sich allerdings trotz der äußeren Umstände alle Akteure einig: „Es ist sehr herausfordernd bei diesen Windverhältnissen zu spielen - am Ende sind die Bedingungen allerdings für alle gleich“, stellte der Spanier Inaki Montes-De La Torre treffend fest. 

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