Nächstes Drama um Draper: Comeback gestoppt, Absage für Monte Carlo
Jack Draper muss nach nur drei Turnieren sein Tour-Comeback unterbrechen. Mit seiner kurzfristigen Absage für Monte Carlo verschiebt sich seine Rückkehr auf Sand.
von Isabella Walser-Bürgler
zuletzt bearbeitet:
03.04.2026, 07:36 Uhr

Jack Draper wird heuer nicht beim Masters in Monte Carlo aufschlagen. Die Entscheidung kommt kurz vor Beginn des ersten großen Sandplatzturniers der Saison. Offensichtlich bereitet ihm die langwierige Verletzung am linken Oberarm (sein Schlagarm) aus dem Vorjahr nach wie vor Probleme. “Es dauert einfach, bis so eine Verletzung vollständig ausgeheilt ist”, erklärte er erst kürzlich in Miami.
Draper fehlt in Monte Carlo
Dabei hatte Draper zuletzt zumindest sportlich wieder deutliche Lebenszeichen gesendet. Bei seiner Rückkehr im Februar spielte er sich in Dubai gleich ins Achtelfinale und überzeugte in Indian Wells mit einem starken Lauf bis ins Viertelfinale. Einzig in Miami setzte es einen kleinen Dämpfer mit einem Erstrundenaus gegen Reilly Opelka.
Verletzung als ständiger Begleiter
Die vergangenen Monate stellten für Draper einen hartnäckigen Kampf gegen den eigenen Körper dar. Diesen Kampf dokumentierte er auch eindrucksvoll in einer Comeback-Kampagne mit seinem Ausstatter Vuori auf Youtube.
Nach einer starken ersten Hälfte 2025 – inklusive Masters-Titel in Indian Wells und starken Vorstellungen in Monte Carlo, Madrid und Rom – und der langen Pause ab der zweiten Saisonhälfte, war der Plan eigentlich klar: schnell regenerieren und 2026 neu angreifen. Dass der Plan so nicht aufgehen würde, zeigte schon Drapers Absage der Australian Open.
Geduld statt schillernder Comeback-Show
Zwar ließ Draper in einzelnen Matches – etwa beim Sieg gegen Novak Djokovic in Indian Wells – keine Zweifel daran, welches Potenzial in ihm steckt. Die Konstanz fehlt ihm bei anhaltender Matchpraxis allerdings weiterhin. Allein die Niederlage zum Auftakt in Miami gegen Reilly Opelka machte deutlich, dass ihm noch so einiges an Rhythmus und Stabilität fehlen. Geduld ist also vorerst noch im Team Draper angesagt.
Monte Carlo als Drehkreuz für Strategie
Draper ist nicht der einzige Topspieler, der Monte Carlo fernbleibt. Auch Novak Djokovic und Taylor Fritz verzichten aufgrund von Verletzungen auf einen Start in Monte Carlo. Da das Turnier das einzige Masters-Event im Kalender ohne Teilnahmeverpflichtung ist, wird es zunehmend gegen regenerative Pausen eingetauscht. Schade eigentlich, denn immerhin ist es das älteste Sandplatzturnier der Welt.
