ATP Finals 2020: Rafael Nadal nach Sieg über Stefanos Tsitsipas im Halbfinale

Rafael Nadal steht im Halbfinale der ATP Finals 2020. Der Spanier besiegte am Donnerstagabend Stefanos Tsitsipas mit 6:4, 4:6 und 6:2. 

von Michael Rothschädl
zuletzt bearbeitet: 19.11.2020, 23:52 Uhr

Rafael Nadal steht bei den ATP Finals im Halbfinale
Rafael Nadal steht bei den ATP Finals im Halbfinale

Ein kleines Endspiel sollte das letzte Gruppenspiel in der Gruppe "London 2020" für beide Spieler darstellen. Stefanos Tsitsipas und Rafael Nadal, die beide Dominic Thiem unterlegen waren, machten sich in diesem untereinander aus, wer es denn im Halbfinale der ATP Finals mit dem Russen Daniil Medvedev zu tun bekommen wird - und wer sich frühzeitig in den Urlaub verabschieden muss. 

Trotz der Wichtigkeit des Matches starteten beide Spieler blendend in die Partie, überzeugten mit druckvollem Angriffspiel. Kaum unerzwungene Fehler gab es in der Anfangsphase zu sehen, stattdessen schlugen auf beiden Seiten Winner am laufenden Band ein. Nachdem sowohl Nadal als auch Tsitsipas ihre ersten Aufschlagspiele locker durchbringen konnten, klopfte Nadal beim Stand von 3:3 erstmals bei Aufschlag des Griechen an. Dieser konnte aber zwei Breakbälle entschärfen. 

Nadal mit Break zur rechten Zeit

Das sollte ihm wenig später aber nicht mehr gelingen, Nadal erhöhte auch im nächsten Aufschlagspiel des Vorjahressiegers den Druck und sicherte sich nach einem Doppelfehler Tsitsipas das erste Break der Partie zum 5:4. Das sollte sich der Spanier, der sich wie schon gegen Thiem und Rublev bei eigenem Aufschlag beeindruckend souverän präsentierte, nicht nehmen lassen. Nach ziemlich exakt 40 Minuten sicherte sich der Mallorquiner Durchgang eins per Ass mit 6:4. 

Auch im zweiten Satz prolongierte der 20-fache Grand-Slam-Champion seine dominante Vorstellung und kam so gleich im ersten Game des Satzes zu einem Breakball. Diesen konnte Tsitsipas aber mit einem sehenswerten Rückhand-Cross-Winner abwehren. Nichtsdestotrotz wirkte ein weiteres Break des Spaniers nur nach einer Frage der Zeit, 17 Winner bei gerade einmal vier unerzwungenen Fehlern standen bei Nadal Anfang des zweiten Satzes zu Buche.

Tsitsipas breakt aus dem Nichts

Doch der Grieche wurde zumindest bei eigenem Aufschlag immer stärker und bekam seine Chance. Im zehnten Game des Satzes nämlich, als der Iberer gegen den Satzverlust servieren musste, kam Tsitsipas zu seinen ersten beiden Breakchancen überhaupt. Nadal konnte die erste noch abwehren, bei der zweiten unterlief dem Mallorquiner aber ein Doppelfehler. Ein dritter Durchgang musste also die Entscheidung bringen. 

So richtig konnte der Weltranglisten-Sechste daraus aber nicht Profit schlagen. Der Grieche legte gleich im ersten Game des Entscheidungssatzes ein schlampiges Game ein und wurde von Nadal sogleich bestraft - der Spanier schaffte das frühe Break. Eine Vorentscheidung sollte dies jedoch keineswegs darstellen. Direkt im nächsten Spiel war es Tsitsipas, der die Schlagzahl erhöhte und das postwendende Rebreak schaffte. Gleich im nächsten Game gab es das nächste Break zu verbuchen, diesmal schnappte sich Nadal zu Null den Aufschlag seines Kontrahenten. 

Nadal nun gegen Medvedev

Das sollte es - zumindest für kurze Zeit - gewesen sein mit den Breaks. Nadal und Tsitsipas brachten in der Folge ihre nächsten Aufschlagspiele durch, beim Stand von 4:2 strauchelte der Grieche jedoch erneut bei eigenem Service, verzog schließlich bei Breakball eine Vorhand um einige Meter und sorgte so für die Entscheidung. Nach etwas mehr als zwei Stunden konnte der Spanier nämlich wenig später das Match ausservieren. 

Rafael Nadal schließt somit die Vorrundengruppe "London 2020" als Zweiter ab. Das bedeutet, dass der Spanier am Samstag im Halbfinale auf Daniil Medvedev treffen wird, der die Gruppe "Tokio 1970" nach seinem Erfolg über Novak Djokovic gewinnen konnte. Für den Spanier geht es in der Londoner O2-Arena immerhin um den ersten Triumph beim Saisonfinale der besten acht Spieler. Einer der ganz wenigen großen Titel, der dem Weltranglisten-Zweiten noch fehlt. 

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von Michael Rothschädl

Donnerstag
19.11.2020, 23:42 Uhr
zuletzt bearbeitet: 19.11.2020, 23:52 Uhr

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