ATP Finals: Alexander Zverev ringt Novak Djokovic nieder - Finale in Turin!

Alexander Zverev steht bei den ATP Finals in Turin im Endspiel. Der Deutsche besiegte am Samstagabend Novak Djokovic mit 7:6 (4), 4:6 und 6:3. Im Endspiel wartet nun Daniil Medvedev

von Michael Rothschädl
zuletzt bearbeitet: 20.11.2021, 23:44 Uhr

Alexander Zverev steht nach einer großartigen Performance im Endspiel der ATP Finals
Alexander Zverev steht nach einer großartigen Performance im Endspiel der ATP Finals

Novak Djokovic gegen Alexander Zverev – es waren dies bislang höchst prominente Anlässe, zu denen sich der Serbe und der Deutsche zum Duell aufmachten. ATP Cup, Australian Open, Olympia und US Open: Gleich vier epische Fights hatten Zverev und Djokovic im Kalenderjahr 2021 bereits bestritten. Mit Ausnahme der Olympischen Spiele stets mit dem besseren Ende für den Mann aus Serbien. Und nun, beim fünften und letzten Aufeinandertreffen des Jahres, stand nichts Geringeres als der Einzug ins Endspiel der ATP Finals zur Disposition.

Bei äußerst zügigen Bedingungen in Turin – die nahezu alle Teilnehmer in Italien unisono bestätigten – waren die ersten Games in diesem Match von starken (und unretournierten) Aufschlägen geprägt. In der Anfangsphase gelang es dementsprechend keinem, wirklich Druck auf den Aufschläger aufzubauen.

Zverev entkommt Druck-Situation

Bis zum zehnten Game des ersten Satzes: Novak Djokovic hatte sich in diesem offenkundig vorgenommen, jeden Return ins Feld zu spielen. Egal, was von Seite seines Kontrahent so kommen sollte. Nach drei großartigen Ballwechseln fand der Serbe so einen Satzball vor, mit zwei Servicewinnern  - also doch - sicherte sich Zverev das Game schließlich doch. Das Selbstvertrauen im Rücken, diese brenzlige Situation überstanden zu haben, schickte sich nun der Deutsche an, selbst das späte Break zu schaffen.

Nach einem Rückhandfehler Djokovics fand Zverev zwei Chancen auf das 6:5 vor, mit zwei starken Aufschlägen - bei einem davon mit einem noch viel stärkeren Half-Volley - konnte der Weltranglistenerste jedoch beide Male vereiteln. Und wenig später selbst auf 6:5 stellen. Zverev musste in der Folge nach zwei leichten Vorhandfehlern noch einmal über 0:30 - mit gleich vier Gewinnschlägen spielte sich der gebürtige Hamburger aber in ein - leistungsgerechtes - Tiebreak.

Starker Tiebreak an Zverev

Den ersten Wackler in dieser leistete sich Novak Djokovic, der seinem Gegenüber mit einem Doppelfehler das erste Minibreak "schenkte". Zverev quittierte dies mit einem bärenstarken Aufschlag. In der Folge tauschten Zverev und Djokovic Minibreaks - der Vorteil des Deutschen blieb aufrecht. Und der 24-Jährige nutzte ihn, ein starker Aufschlag nach Außen blieb unretourniert. Mit 7:6 (4) sicherte sich die Nummer drei der Tenniswelt Satz eins.

Satz zwei begann in der Folge ähnlich wie der Start in das Match. Beide Spieler präsentierten sich bei eigenem Aufschlag sattelfest, wenngleich der Deutsche über weite Strecken Kontrolle über das Match erlangt hatte. In den Service-Games Djokovics ließ der 24-Jährige zunächst jedoch einige Halbchancen liegen, Break wollte in der Anfangsphase keines gelingen.

Djokovic lässt Chance liegen 

Im neunten Game des Satzes war es dann plötzlich der Serbe, der wie so oft in der entscheidenden Phase die Schlagzahl erhöhte und nach einem bärenstarken Netzvorstoß zu einer Breakchance kam. Zverev konnte jedoch per Ass vereiteln. Sekunden später schaffte der Weltranglistenerste aber das Break, eine unfassbare Rückhand-Cross-Court und ein sensationeller Return brachten dem Branchenprimus den Vorteil. 

Diesen Vorteil ließ sich Djokovic in Durchgang zwei nicht mehr nehmen, wenngleich sich Zverev im folgenden Spiel noch einmal kräftig gegen den Satzverlust stemmte. Der 24-Jährige konnte gleich vier Satzbälle Djokovics vereiteln, der fünfte passte dann aber. Und wie. Mit einem Ass machte der Mann aus Belgrad den Ausgleich perfekt. 

Zverev im Finale gegen Medvedev

Alexander Zverev zeigte sich davon wenig beeindruckt, überkam im ersten Game eine kurze Schwächephase und nahm in der Folge immer mehr an Fahrt auf. Nicht so Novak Djokovic, der sich im vierten Game des Satzes ein katastrophales Aufschlagspiel leistete, insbesondere mit der Vorhand mächtig streute und das Break hinnehmen musste. 

Zverev zog auf 4:1 davon, hatte im folgenden Aufschlagspiel aber mächtig Probleme. Einen Breakball des Serben konnte der 24-Jährige nach einem ungwohnten Fehler des Weltranglistenersten jedoch abwehren und nach einem äußerst riskanten zweiten Aufschlag schließlich auch mit 5:2 vorlegen. Das sollte sich Zverev nicht mehr nehmen lassen, nach ziemlich exakt zwei Stunden und 30 Minuten machte der gebürtige Hamburger den 7:6 (4), 4:6 und 6:3-Sieg perfekt. Im Endspiel wartet am morgigen Sonntag Daniil Medvedev, der am Nachmittag mit Casper Ruud keine Probleme hatte. 

Hier könnt ihr das Match im Re-Live nachlesen!

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Samstag
20.11.2021, 23:40 Uhr
zuletzt bearbeitet: 20.11.2021, 23:44 Uhr

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