ATP Finals: Dominic Thiem fast fix, Alexander Zverev muss kämpfen

Noch sind auf der ATP-Tour erstaunlich viele Punkte zu vergeben. Und diese werden für eine Qualifikation für die ATP Finals in London auch dringend benötigt.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 24.09.2019, 11:52 Uhr

Dominic Thiem und Alexander Zverev - auch 2019 in London vereint?
© Getty Images
Dominic Thiem und Alexander Zverev - auch 2019 in London vereint?

Es ist nicht davon auszugehen, dass Alexander Zverev am vergangenen Freitag die Partie zwischen Egor Gerasimov und Matteo Berrettini in St. Petersburg  im Live-Ticker verfolgt hat. Ja, fraglich überhaupt, ob Zverev Tage später deutlich mehr über das Hallenturnier in Russland weiß, als dass sich Daniil Medvedev eben dort den Titel geholt hat. Aber der ist ja seit seinem Final-Run bei den US Open für das ATP-Finale in London schon qualifiziert.

Berrettini hingegen, der das Match gegen Gerasimov im Übrigen verlor, strebt einen erstmaligen Auftritt in der Londoner O2 Arena an. Und belegt im Moment den letzten Platz an der Sonne, den achten nämlich. Mit den 45 Punkten aus St. Petersburg hat der Italiener Kei Nishikori im Race to London überholt, liegt auf Rang acht der Jahreswertung. Alexander Zverev ist Zehnter, allerdings nur läppische 65 Zähler hinter Berrettini. Und das, wo in den kommenden Wochen noch haufenweise Punkte zu vergeben sind.

Zverev droht Gefahr von Monfils und Goffin

Im optimalen Fall könnte Alexander Zverev 3.000 Punkte sammeln - jeweils 500 mit Siegen in Peking und Basel, und jeweils 1.000 bie den letzten beiden Masters-Turnieren des Jahres in Shanghai und Paris. Davon ist nach dem bisherigen Saisonverlauf nicht auszugehen, dennoch ist für die deutsche Nummer eins noch alles drin. Denn auch Roberto Bautista Agut als Siebenter im Race hat lediglich 230 Punkte mehr aufzuweisen als der gebürtige Hamburger.

Allerdings droht Zverev auch Gefahr von den hinter ihm klassierten Spielern, vor allem Gael Monfils als auch David Goffin, die beide schon in London am Start waren, könnten mit einem einzigen guten Turnier noch das Ticket in die britische Hauptstadt lösen. Dass dies möglich ist, hat Jack Sock 2017 mit seinem Erfolg in Paris-Bercy gezeigt.

Djokovic, Nadal, Federer fix dabei

Dominic Thiem hingegen kann die Herbst-Turniere vergleichsweise entspannt angehen. Thiem hat auf den Neunten im Race knapp 1.700 Punkte Vorsprung, das sollte selbst für den unwahrscheinlichen Fall reichen, dass der Niederösterreicher in Asien, Wien und Paris keine Punkte mehr macht.

Seit mehreren Wochen fix ist der Auftritt von Novak Djokovic, Rafael Nadal und Roger Federer. Djokovic und Federer hat Alexander Zverev 2018 auf dem Weg zum Titel geschlagen, Nadal konnte verletzungsbedingt am Saisonabschluss nicht teilnehmen.

Hier der aktuelle Stand im Race to London

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