ATP Finals London: Alexander Zverev schlägt erstmals Rafael Nadal

Titelverteidiger Alexander Zverev ist beeindruckend in die ATP Finals 2019 gestartet. Der gebürtige Hamburger besiegte die Nummer eins der Welt, Rafael Nadal, mit 6:2 und 6:4. Am Mittwoch geht es nun gegen Stefanos Tsitsipas.

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 11.11.2019, 22:40 Uhr

Alexander Zverev legte in London einen ganz starken Auftakt hin
© Getty Images
Alexander Zverev legte in London einen ganz starken Auftakt hin

Von Jens Huiber aus London

Eines ist garantiert, wenn Rafael Nadal und Alexander Zverev einen Tenniscourt betreten: höchste Intensität vom ersten Ballwechsel an. Die Frage vor dem ersten Auftreten der beiden bei den ATP Finals in London war lediglich, wie viel Prozent seiner Intensität der Spanier auf den Center Court bringen würde. Der Bauchmuskel war zwar nur gezerrt seit Paris-Bercy, mit vollem Tempo aufgeschlagen hatte Nadal aber frühestens beim Training am Montag.

Und so schaffte Alexander Zverev eine Premiere: Mit einem nie gefährdeten 6:2 und 6:4 gewann der 22-Jährige erstmals in seiner Karriere ein Match gegen Nadal und trifft am Mittwoch auf Stefanos Tsitsipas, der gegen Daniil Medvedev ebenfalls seinen ersten Matchsieg feierte.  

Zverev als Aufschläger unantastbar

Den Einmarsch hatte Nadal für sich entschieden, wiewohl der Applaus für Zverev äußerst formidabel ausfiel. Der Weltranglisten-Erste allerdings, den haben die Fans in London in der Halle an der Underground-Station North Greenwich schon länger nicht mehr in voller Pracht gesehen. Der bessere Auftakt gelang dennoch der deutschen Nummer eins: Im fünften Spiel holte sich Zverev das erste Break des Matches. Zu Null. Ein Statement. Zumal Zverev selbst sofort seinen Rhythmus fand, als Aufschläger so gut wie nichts zuließ.

Nach dem zweiten Break von Zverev zum 5:2 nutzte Nadal die Wechselpause jedenfalls zu einem 90-Sekunden-Gespräch mit Stuhlschiedsrichter Ali Nili. Auch ein Zeichen der Frustration beim 33-jährigen Linkshänder. 6:2 nach 34 Spielminuten für Zverev.

Nadal kann Unterstützung gebrauchen

Nadal war mit einer 5:0-Bilanz in das Match gegangen, der schnelle Hartplatz in der Halle ist aber grundsätzlich wohl das Geläuf, das Zverev die besten Chancen gegen den Mallorquiner bietet. Von jenem Alexander Zverev, der sich etwa in Cincinnati noch Doppelfehler in zweistelliger Anzahl geleistet hatte, war am Montagabend in London nichts zu sehen. Darüber hinaus ließ sich der gebürtige Hamburger in den Ballwechseln von Nadal auch nicht zu weit hinter die Grundlinie drängen.

Kein Wunder, dass Zverev auch den zweiten Satz mit einem Break eröffnete. Das Publikum spürte spätestens jetzt, dass Rafael Nadal jede Unterstützung gebrauchen konnte. Allein: Alexander Zverev ließ sich nicht aus der Ruhe bringen, musste während der gesamten Spielzeit von letztlich 84 Minuten keinen einzigen Breakball abwehren, spielte das Match souverän zu Ende. Und setzte damit ein Ausrufezeichen hinter seine Ambitionen, den 2018 errungenen Titel in der O2 Arena zu verteidigen.

Er habe sich sehr auf dieses Match gefreut, erklärte Zverev nach seinem Sieg. Das Antreten in der O2 Arena sei immer ganz etwas Besonderes. Schon die Trainings am Donnerstag und Freitag sei es fantastisch gewesen, wieder in dieser Halle aufzuschlagen.

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von Jens Huiber

Montag
11.11.2019, 22:36 Uhr
zuletzt bearbeitet: 11.11.2019, 22:40 Uhr

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