ATP Finals London: Alexander Zverev - „So eine Arena haben wir sonst nicht“

Die deutsche Nummer eins eröffnet am Montag seinen Rund auf die Titelverteidigung bei den ATP Finals in London. Alexander Zverev trifft dann auf die Nummer eins der Welt, Rafael Nadal.

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 08.11.2019, 14:57 Uhr

Ähm ... ich bewerbe mich auch in diesem Jahr um den Titel
© Getty Images
Ähm ... ich bewerbe mich auch in diesem Jahr um den Titel

Von Jens Huiber aus London

Alexander Zverev hatte einen guten Blick auf die beiden Youngster an seiner Seite, von denen er den einen, Daniil Medvedev, schon seit langer Zeit gut kennt. Und auch auf den anderen, dem er sich beim Laver Cup in Genf freundschaftlich angenähert hat: Stefanos Tsitsipas. Während sich die Debütanten beim Jahresabschluss in London aber erst noch beweisen müssen, konnte Zverev mit der Gewissheit eines Mannes lauschen, der weiß: Dieser Titel ist auf meinem persönlichen Briefkopf auf immer verewigt.

Was auf der kleinen Bühne im Interviewraum auch ein Alleinstellungsmerkmal war: Denn auch Rafael Nadal, der Auftaktgegner von Zverev, dessen Antreten immer noch von großen Zweifeln umgeben ist, hat die ATP Finals noch nie gewonnen. Und musste in der internationalen Runde auch die meisten Fragen beantworten.

Zverev hat sich eine Pause überlegt

Das deutschsprachige Aufgebot fiel danach eher klein aus, Alexander Zverev nahm sich dennoch ausführlich Zeit. Nach einem Jahr, das er selbst als schwierig eingeschätzt hatte. Das ihn aber nun eben doch wieder unter den besten acht Spielern der laufenden Kampagne sieht. „Ich habe mir schon gedacht, dass ich es am Ende des Tages wieder hierher schaffe“, sagte Zverev also. „Vom Tennis her war das ja auch nie ein Problem. Ich habe ein schwieriges Jahr gehabt generell im Leben, da ist viel zusammengekommen. Das hat natürlich auch einen Effekt auf den Tennisplatz gehabt, mit diesen ganzen Doppelfehlern. Auch das ist alles mental. Ich habe ja nicht plötzlich verlernt, wie man aufschlägt. Es war einfach ein Spiegelbild zu dem, was im Leben gerade passiert.“

Nach den US Open habe sich alles ein wenig beruhigt. Wenn Asien nicht so gut gelaufen wäre, hätte Zverev die Saison sogar frühzeitig beendet. Diese Option war nach dem Finaleinzug in Shanghai aber vom Tisch. „Asien ist gut gelaufen. Dann war ich wieder auf einem guten Weg.“ Gegenüber Tsitsipas und Medvedev wähnt sich Alexander Zverev leicht im Vorteil. „Als ich das erste Mal hier war, da war ich extrem nervös. Es ist ein komplett anderes Turnier, etwas Besonderes, auch in der O2 Arena zu spielen. Weil so eine Arena haben wir sonst nicht.“

Gutes Auskommen mit Medvedev und Tsitsipas

Zverev hat dem eigenen Empfinden nach die etwas schwierigere Gruppe gezogen, immer vorausgesetzt, dass Nadal auch wirklich fit wird. In jedem fall sei seine Gruppe interessanter, weil hier die drei jungen Spieler, inklusive ihm selbst, am Start wären. Und apropos: Bei den US Open hatte Zverev mit den Kollegen Tsitsipas und Medvedev aufgrund deren Verhalten ein Hühnchen zu rupfen. Mittlerweile alles Schall und Rauch.

„Ich habe einfach nur gesagt, wie ich das auf dem Platz empfinde“, so die deutsche Nummer eins. „Weil mit Daniil verstehe ich mich unglaublich gut, mit Stefanos nun auch nach dem Laver Cup. Wir haben kein Problem miteinander. Das war ja nichts Persönliches.“ Genau das, was er bei den US Open öffentlich angemahnt hatte, habe er Medvedev auch ins Gesicht gesagt.

Die gute Nachricht seit einigen Wochen ist aber auch: Alexander Zverev darf nun offiziell als Klient von Team 8 auftreten. Damit sollten sich die Probleme neben dem Court erledigt haben. Und ein schwieriges Jahr könnte doch noch zu einem gütlichen Ende führen.

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von Jens Huiber

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