ATP Finals London: Berrettini von Djokovic beeindruckt

Auch wenn Matteo Berrettini zum Auftakt der diesjährigen Nitto ATP-Finals gegen Novak Djokovic eine deutliche Niederlage einstecken musste, kann der Römer auf eine herausragende Saison zurückblicken. Noch bis zu Beginn des Jahres 2018 war Berrettini ein regulärer Gast auf der ATP-Challenger-Tour. Mit dem Erreichen des Saisonfinales in London wurde er zum ersten Italiener seit Corrado Barazzutti vor 41 Jahren, dem dieses Kunststück im Einzel gelang.

von Florian Heer
zuletzt bearbeitet: 10.11.2019, 21:29 Uhr

Matteo Berrettini (li.) nach seiner Niederlage gegen Novak Djokovic (re.)
© Getty Images
Matteo Berrettini (li.) nach seiner Niederlage gegen Novak Djokovic (re.)

Von Florian Heer aus London

42 Match-Siege und zwei Titelgewinne bei den ATP-Turnieren in Budapest und Stuttgart konnte Berrettini in dieser Saison verbuchen. Der Challenger-Tour entwuchs er bereits im Jahr zuvor, als er auf heimischem Terrain in Bergamo und im US-Amerikanischen Irving jeweils bis ins Finale vorstieß. Seitdem hat sich der 23-jährige auf der großen Bühne des Tennis etabliert. In Höhenlage im schweizerischen Gstaad konnte er im Juli 2018 schließlich seine erste Trophäe auf der ATP-Tour in die Lüfte strecken.

Djokovic zu stark bei ATP-Finals-Debüt

Berrettini bestätigte seine Form in dieser Saison, gekrönt vom Einzug unter die besten acht Spieler des Jahres. Dass es in seinem ersten Match in der imposanten O2-Arena in London nicht ganz rund lief, lag vor allem an seinem Gegner.

„Novak hat unglaublich retourniert“, musste der aufschlagstarke Italiener erkennen. Berrettini, der bereits bei den Grand-Slam-Turnieren in Wimbledon bzw. Paris Roger Federer und Rafael Nadal gegenüberstand, nahm es zum ersten Mal mit dem fünfmaligen ATP-Finals-Champion aus Serbien auf.

„Es war sehr beeindruckend. Novak spielte sehr gut und hat sich wirklich stark bewegt. Er ist wie Rafa und Roger. Sie sind die drei besten Tennisspieler in der Geschichte. Von Rafa und Roger konnte ich bereits viel lernen. Dies wird diesmal nicht anders sein.“

Auch die Aufregung spielte beim Debütanten eine gewisse Rolle. „Natürlich war ich nervös“, lächelte Berrettini. „Allerdings nicht in negativer Hinsicht. Wenn ich auf den Platz gehe, gehört ein wenig Kribbeln bei mir dazu. Sonst stimmt etwas nicht und ich kann nicht mein bestes Tennis abrufen. Ich denke, dass ich nicht schlecht begonnen habe, aber Novak war heute schlichtweg besser als ich. Ich akzeptiere die Niederlage und freue mich nun auf mein nächstes Match.“

Bedingungen liegen Berrettini

Die Nummer 8 der ATP-Weltrangliste wird es in der Björn-Borg-Gruppe noch mit Dominic Thiem und Roger Federer zu tun bekommen. Die Bedingungen in Greenwich müssten dem „Hard-Hitter“ Berrettini eigentlich entgegenkommen.

„Der Court hier ist ziemlich schnell. Die Bälle springen nicht wirklich auf. Es ist schwierig eine gute Mischung in die Schläge zu bringen, gerade mit meiner Vorhand. Alles in allem bin ich mit den Gegebenheiten hier aber sehr zufrieden. Die Arena ist zudem großartig. Ich konnte bereits letztes Jahr während der ATP-University ein bisschen Erfahrung sammeln. Aber es ist natürlich richtig schön, wenn die Zuschauer im Dunkeln sitzen und der Spot auf den Spielern auf dem Platz liegt. Ich konnte auch einiges an italienischer Unterstützung vernehmen. Das gesamte Umfeld war toll. Ich bin stolz hier zu sein und hoffe viel Erfahrung sammeln zu können.“

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von Florian Heer

Sonntag
10.11.2019, 21:25 Uhr
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