ATP Finals: Rafael Nadal - "In der Vergangenheit war ich nicht gut genug"
Noch war Rafael Nadal bei den ATP Finals kein Titelgewinn vergönnt. Dafür hat der 22-fache Grand-Slam-Sieger eine recht einfache Erklärung parat.
von Nikolaus Fink
zuletzt bearbeitet:
12.11.2022, 09:51 Uhr

Obwohl Rafael Nadal die ATP Finals in diesem Jahr als Topgesetzter in Angriff nimmt, zählt der Spanier in Turin nicht zum engsten Favoritenkreis. Seine Zweitrundenniederlage in Paris-Bercy gegen Tommy Paul hinterließ einige offene Fragen, von denen Nadal in der italienischen Metropole nun zumindest einige beantworten konnte. Unter anderem erklärte der 36-Jährige, dass Magenprobleme für seinen blutleeren Auftritt in Durchgang drei verantwortlich gewesen seien.
In Turin will Nadal nun wieder zu gewohnter Leistungsstärke zurückkehren. "Ich benötige Trainingseinheiten. Ich muss mich verbessern, aber ich bin glücklich. Ich bin hier, um mein Bestes zu geben und zu versuchen, meine Ziele zu erreichen", erläuterte der 22-fache Grand-Slam-Sieger gegenüber der ATP.
Nadal mit wenigen Einsätzen
Seit Wimbledon, wo er sich am Bauchmuskel verletzt hatte, bestritt Nadal nur mehr sechs Einzelbegegnungen. Zu wenige für seinen Geschmack. "In den vergangenen Monaten konnte ich nicht viel Zeit auf der Tour verbringen", spielte der Weltranglistenzweite auch auf die Geburt seines ersten Kindes an. Er sei glücklich, nun wieder seinem Beruf nachgehen zu können.
Bei den ATP Finals war Nadal bislang noch nicht vom Glück verfolgt. 2010 und 2013 erreichte er in London jeweils das Endspiel, Titel war dem so erfolgsverwöhnten Iberer aber noch keiner vergönnt. Das soll sich bei seinem ersten Start in Turin nun ändern: "Wenn ich an einem Tennisturnier teilnehme, möchte ich gewinnen. Ich werde mein Bestes geben, um dieses Ziel zu erreichen. Hier habe ich es nicht geschafft. Ich war in der Vergangenheit nicht gut genug, um es zu schaffen."
Nadal eröffnet gegen Fritz
Nadal trifft bereits am Sonntag auf Taylor Fritz, weitere Gruppengegner des 36-Jährigen sind Casper Ruud und Felix Auger-Aliassime. "Natürlich wird es eine Herausforderung sein, aber ich hoffe, dass ich bereit sein werde, mir selbst eine Chance zu geben", meinte der 14-fache French-Open-Champion.
Nadal hat in Turin sogar noch die Chance, den derzeit verletzten Carlos Alcaraz von der Weltranglistenspitze zu verdrängen. Damit möchte er sich derzeit aber noch nicht auseinandersetzen: "Ich trainiere einfach so gut wie möglich mit der richtigen Einstellung und versuche, für die Action am Sonntag bereit zu sein."
