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ATP HalleWestfalen: Olympiasieger Alexander Zverev gibt Startzusage

Olympiasieger Alexander Zverev will beim ATP-Tour-500-Turnier in HalleWestfalen seinen ersten Titel holen: „Das ist eins meiner absoluten Lieblingsturniere“. Insgesamt werden fünf Top-Ten-Stars bei 29. Auflage am Start sein.

von PM
zuletzt bearbeitet: 18.05.2022, 17:01 Uhr

Alexander Zverev wird auch 2022 in HalleWestfalen aufschlagen
© Getty Images
Alexander Zverev wird auch 2022 in HalleWestfalen aufschlagen

Olympiasieger Alexander Zverev will seinen siebten Start bei den TERRA WORTMANN OPEN mit dem ersehnten Pokaltriumph „vergolden“: „Ich will endlich meinen ersten Titel bei einem meiner absoluten Lieblingsturniere auf der Tennistour gewinnen“, sagte Deutschlands „Sportler des Jahres 2021“ zur Bekanntgabe des Teilnehmerfelds für die 29. Auflage des Rasen-Klassikers in HalleWestfalen (11. bis 19. Juni 2022). Zverev (25), der im vergangenen Sommer in Tokio als erster deutscher Herrenspieler eine Einzel-Goldmedaille bei Olympischen Spielen gewann, hatte sich bereits im letzten Herbst für drei weitere Jahre an den wichtigsten deutschen Wettbewerb gebunden – bis einschließlich 2024. „Wir freuen uns ganz besonders auf die Rückkehr von Sascha nach Halle, zu einem Turnier, dem er seit frühesten Profitagen eng verbunden ist“, sagte Turnierdirektor Ralf Weber. „Allerdings wird der Titelkampf ein hartes Stück Arbeit auch für ihn.“

Tatsächlich dürfte das Rennen um den Siegerpokal beim prestigeträchtigen ATP-500er-Event so spannend werden wie kaum zuvor in der fast 30-jährigen Turniergeschichte: Denn allein vier weitere Top Ten-Stars gehen neben „Heimspieler“ Zverev in die Rasenduelle – der Weltranglisten-Zweite und amtierende US Open-Champion Daniil Medvedev, Griechenlands Ass Stefanos Tsitsipas (ATP 4), Vorjahresfinalist Andrey Rublev (ATP 7) und Kanadas Vorzeigecrack Felix Auger-Aliassime (ATP 9). „Genau rechtzeitig zur Rückkehr der Fans bieten wir ein absolutes Weltklassefeld. Von der ersten Runde an wird es unglaublich intensive und packende Matches geben“, erklärte Turnierchef Weber bei der Vorstellung des Spielerfelds und des Rahmenprogramms am Mittwoch in Halle. „Wir wollen in jedem Fall wieder die 100.000-Zuschauer-Marke knacken.“

Hurkacz und Kyrgios auch dabei

Auch hinter der Top-Ten-Elite sind Profis am Start, die zweifellos in den Titelkampf eingreifen können – beispielsweise der Italiener Jannik Sinner (ATP 12), der Pole Hubert Hurkacz (ATP 13), der Spanier Pablo Carreno Busta (ATP 17) oder dessen Landsmann Roberto Bautista Agut (ATP 19). „Neun Spieler aus den Top 20, das ist eine große sportliche Dichte, eine Garantie für Klasse. Ich glaube, dass jeder dieser Spieler ein Wörtchen bei der Pokalvergabe mitsprechen kann“, so Turnierdirektor Weber. Besondere Tennis-Momente verspricht auch das erstmalige Gastspiel von Australiens Nick Kyrgios (ATP 76) – einem Mann, der auf der Höhe seiner genialen Tenniskunst jeden Gegner der Welt zu schlagen vermag. „Ich freue mich auf mein Debüt in Halle. Von der Stimmung dort und den leidenschaftlichen Fans habe ich bisher nur Gutes gehört“, sagt der 27-jährige, der bereits als 19-jähriger Teenager einmal das Viertelfinale in Wimbledon erreicht hatte. „Nicks Weltranglistenposition zeigt nicht seine wahre Klasse auf. Wenn er einmal in Schwung kommt, ist er nicht mehr leicht zu bremsen“, sagt Turnierchef Weber.

Zur Gruppe der gefährlichen Außenseiter dürften Karen Khachanov (ATP 24), der Georgier Nikoloz Basilashvili (ATP 25), der US-Amerikaner Sebastian Korda (ATP 30), Serbiens Aufsteiger Miomir Kecmanovic (ATP 31), der Chilene Cristian Garin (ATP 36) und auch der südafrikanische Vorjahres-Viertelfinalist Lloyd Harris (ATP 37) zählen. Zudem richtet sich das Augenmerk der Tennisfans natürlich auch auf Titelverteidiger Ugo Humbert (ATP 45), der in Halle, am Schauplatz seines bisher größten Karrieretriumphs, wieder zurück zu alter Stärke finden will. Interessant dürfte auch der Auftritt von Norwegens Shootingstar und München-Gewinner Holger Rune (ATP 40) werden – er ist gegenwärtig neben dem Spanier Carlos Alcaraz der einzige Teenager unter den Top 50 der ATP-Weltrangliste.

Muster und Haas in der "Champions Trophy"

Alexander Zverev ist der einzige deutsche Profi, der zum Stichtag 18. Mai direkt im Hauptfeld vertreten ist. Allerdings hofft Turnierchef Ralf Weber darauf, dass der formstarke Kempener Daniel Altmaier (ATP 50) noch ins Hauptfeld rutscht, er ist gegenwärtig einer der ersten „Alternates“, also der Akteure, die bei Verletzungen oder Absagen einen Platz einnehmen würde. Altmaier hatte in der letzten Woche wieder einmal für Furore im Tennis-Frühling gesorgt, als er das gutbesetzte Challenger-Turnier in Heilbronn gewann. Ihren Start zugesagt haben auch die zweifachen French Open-Champions Kevin Krawietz und Andreas Mies, die seit Saisonbeginn wieder ihre vertraute Allianz bilden – im letzten Jahr hatten sich die Wege des Duos vorübergehend wegen einer langwierigen Verletzung von Mies getrennt. Krawietz hatte 2021 in HalleWestfalen an der Seite des Rumänen Horia Tecau den Titel geholt.

Tennis-Nostalgie erwartet die Fans am Sonntag, 12. Juni, auf dem Centre Court – bei der „Champions Trophy“ gastieren dann die Doppel Tommy Haas/Younes El Aynaoui und Thomas Muster/Mansour Bahrami. Haas hatte im Jahr 2012 mit seinem Finalsieg gegen Roger Federer und dem zweiten Titelgewinn für eine der größten Sensationen der Turniergeschichte gesorgt. „Die Rückkehr nach Halle ist mit den schönsten Erinnerungen für mich verbunden. Es wird sicher ein stimmungsvoller Auftritt vor den tollen Fans dort“, sagt Haas, der inzwischen selbst Turnierdirektor des ATP-Masters im kalifornischen Indian Wells ist. Bisher sind schon 7.000 Karten für die „Champions Trophy“ verkauft, weitere Karten sind im Vorverkauf erhältlich.

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