ATP Masters Indian Wells: Carlos Alcaraz und die Suche nach dem alten Selbstvertrauen

Carlos Alcaraz trifft beim ATP-Masters-1000-Event von Indian Wells im Viertelfinale auf Felix Auger-Aliassime. Langsam, aber sicher gewinnt der Spanier indes sein Selbstvertrauen zurück. 

von Michael Rothschädl
zuletzt bearbeitet: 15.03.2023, 20:45 Uhr

Carlos Alcaraz greift in Indian Wells nach dem Titel
Carlos Alcaraz greift in Indian Wells nach dem Titel

Carlos Alcaraz hat vor wenigen Tagen etwas erreicht, das so manchem ATP-Profi die ganze Karriere über verwehrt bleibt: 100 Matches im Zirkus der besten Tennisspieler des Planeten zu gewinnen. Randnotiz: Dem Spanier ist dies im zarten Alter von 19 Jahren gelungen. Und nur ein Spieler jemals hat dies nach noch weniger Matches geschafft: John McEnroe. Nun gut, dass Alcaraz in dieser Statistik um gerade einmal eine Niederlage das Nachsehen hat, wird Alcaraz wohl nur bedingt beschäftigen.

Vielmehr liegt der Fokus des Teenagers bereits darauf, im Tennis Paradise in Kalifornien den nächsten Siegeszug zu starten. Das ist dem Spanier bisweilen ganz prächtig gelungen, nach starken Auftritten steht Alcaraz bereits in der Runde der letzten Acht. Auch, weil das Selbstvertrauen kontinuierlich zunimmt. Ein wesentlicher Faktor bei der Rückkehr von einer Verletzung, wie der 19-Jährige unterstreicht: "Eines der wichtigsten Ziele seit meiner Rückkehr auf die Tour ist es, mein gewohntes Selbstvertrauen zurückzugewinnen. Bei meinem ersten Turnier, den Argentina Open, fühlte ich mich überhaupt nicht wie ein Favorit, zum Beispiel."

Alcaraz und ein Lieblingsschlag

Von den ersten Matches an habe er, Alcaraz, aber gesehen, wie dieses Selbstvertrauen zurückkam - zusammen mit seinen Schlägen, seinem aggressiven Spielstil. "Jetzt fühle ich, dass ich gewinnen kann, dass ich dort bin und dass ich einer der Favoriten bin. Aber zunächst, als ich wieder begonnen habe, Turniere zu spielen, habe ich mich nicht wie der Favorit gefühlt", erklärt Alcaraz. Für den es in Indian Wells im Viertelfinale gegen Felix Auger-Aliassime geht - einen Spieler, der dem Spanier zuletzt immer wieder Kopfzerbrechen bereitete.

Dementsprechend wird es auch einen Schlag brauchen, der für Alcaraz gut und gerne als Gradmesser bezeichnet werden kann: der Vorhand-Longline-Ball. "Es ist ein Schlag, der mir hilft, zu verstehen, wo ich gerade stehe. Wenn ich diesen Schlag sehr gut treffen, dann sag ich zu mir selbst, okay, ich weiß, ich spiele in diesem Moment auf meinem besten Level", so der Spanier. "Sagen wir, dass es einer meiner Lieblingsschläge am Platz ist. Es ist ein Schlag, bei dem ich den Ball sehr hart schlage, was bedeutet, dass man ihn sehr sauber treffen muss", so der Spanier. 

Umso wirkungsvoller ist dieser Schlag zudem gegen Spieler der Marke Felix Auger-Aliassime, die selbst über eine bärenstarke Vorhand verfügen, auf der Rückhandseite hingegen oftmals kleinere Schwächen offenbaren. Das hat in den bisherigen Aufeinandertreffen bisweilen eher mittelprächtig funktioniert: Sowohl bei den US Open 2021, im Davis Cup als auch in Basel gingen die Duelle teils deutlich an den Kanadier. Der selbst im Kalenderjahr 2023 noch auf der Suche nach dem Selbstvertrauen ist. 

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