ATP-Masters Montreal: Shelton und Nakashima fixieren US-Finale
Titelverteidiger Ben Shelton und Brandon Nakashima stehen beim ATP-Masters-Turniers in Montreal im rein US-amerikanischen Endspiel. Nachdem der 25-jährige Nakashima den spanischen Youngster Rafael Jodar in zwei hartumkämpften Sätzen besiegen konnte, folgte der 23-jährige Shelton mit einer souveränen Revanche gegen seinen Landsmann Learner Tien.
von Dietmar Kaspar
zuletzt bearbeitet:
13.08.2026, 07:09 Uhr

Nakashima stoppt Youngster Jodar
Im ersten direkten Duell auf der ATP-Tour wurde Brandon Nakashima vom spanischen Youngster Rafael Jodar gefordert, der erstmals bis ins Halbfinale auf Masters-Ebene vordringen konnte. Vom Start weg überzeugte der US-Amerikaner mit seinem aggressiven Grundlinienspiel und überpowerte dabei seinen 19-jährigen Gegner regelmäßig. Dennoch konnte der 25-jährige Nakashima insgesamt sechs Break-Möglichkeiten nicht nutzen, während er selbst keine einzige zuließ, und musste den Gang in den Tiebreak antreten. Dort hatte er das Momentum jedoch auf seiner Seite und konnte mit drei erfolgreichen Punkten in Folge den Gewinn des ersten Durchgangs durch eine erfolgreiche Netzattacke eintüten.
Mit einem frühen Break im ersten Spiel des zweiten Akts, das er sich ohne Verlustpunkt holen konnte, stellte Nakashima die Weichen zwar früh auf Sieg, sollte aber doch nochmal etwas in Bedrängnis kommen. Nachdem er beim Stand von 5:3 zwei Matchbälle bei Aufschlag seines Gegners nicht nutzen konnte, musste er es anschließend bei eigenem Service richten. Und auch dort musste der Weltranglisten-31. in einem zwölf Minuten dauernden Spiel vier Break-Chancen abwehren, ehe er bei seinem insgesamt fünften Matchball den 7:6 (3), 6:4-Erfolg nach etwas mehr als zwei Stunden und damit den Einzug in sein erstes Masters-Endspiel fixieren konnte.
Nach der Partie kommentierte der an Position 28 geführte Nakashima die spannende Schlussphase im On-Court-Interview: „Es war verrückt, die letzten paar Spiele waren extrem eng. Ich wusste, dass ich weiterkämpfen und einige Breakbälle abwehren musste, aber zum Glück kam mein Aufschlag genau dann präzise, als ich ihn brauchte. Ich bin sehr froh, dass ich das Match gewonnen habe.“
Titelverteidiger Shelton durch erfolgreiche Revanche weiter ohne Satzverlust
Wo, wenn nicht auf kanadischem Boden, wollte sich der US-amerikanische Titelverteidiger Ben Shelton für die bislang beiden Niederlagen gegen seinen Landsmann Learner Tien rehabilitieren. Dabei benötigte der 23-jährige Shelton jedoch erst einmal einen ordentlichen Weckruf, konnte aber in seinen ersten beiden Aufschlagspielen insgesamt vier Break-Möglichkeiten seines 20-jährigen Gegners vereiteln. Im weiteren Verlauf aber fand die Nr. 5 des Turniers immer besser seinen Rhythmus bei eigenem Service und konnte das konsequente Konterspiel seines Gegenübers immer besser matchen, wodurch er sich mit einem Schlussspurt von vier in Folge gewonnener Spiele den ersten Durchgang sichern konnte.
Im zweiten Akt war Shelton vom Start weg der bestimmende Spieler und konnte schnell mit 3:0 davonziehen. Zwar verpasste der Weltranglisten-10. noch eine Möglichkeit zur Doppel-Breakführung, war aber bei eigenem Aufschlag weiter unantastbar, servierte den 6:2, 6:3-Erfolg nach 84 Minuten bei seinem dritten Matchball mit einem Aufschlag-Winner sicher nach Hause und bleibt damit im Turnierverlauf weiter ohne Satzverlust.
Auf dem Platz resümierte der zufriedene Sieger im Anschluss an die Begegnung: „Ich bin mit meiner Leistung super zufrieden. Learner ist ein Spieler, der mich vor große spielerische Herausforderungen stellt. Es war eine schwierige Aufgabe. Dass ich ihn auf diese Art und Weise besiegt habe, freut mich riesig.“
Ins Endspiel gegen seinen US-amerikanischen Landsmann Nakashima darf Shelton durchaus positiv gehen, schließlich konnte der Linkshänder alle bisherigen fünf Aufeinandertreffen auf der Tour für sich entscheiden.
Hier das Einzel-Tableau aus Montreal
