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ATP Masters Paris-Bercy: Daniil Medvedvev - "Gewusst, dass Novak Djokovic auf Revanche aus war"

Daniil Medvedev fand in Paris-Bercy in einem hochklassigen Endspiel im Weltranglistenersten Novak Djokovic seinen Meister. Dem Serben gelang damit die Revanche für die empfindliche Niederlage bei den US Open im Spätsommer. 

von Michael Rothschädl
zuletzt bearbeitet: 08.11.2021, 19:51 Uhr

Daniil Medvedev musste sich in Paris-Bercy dem großen Novak Djokovic geschlagen geben
Daniil Medvedev musste sich in Paris-Bercy dem großen Novak Djokovic geschlagen geben

"Als ich wusste, dass ich gegen ihn spielen musste, war mir klar, dass er versuchen würde, sich zu revanchieren, auch wenn das Spiel ganz anders als bei den US Open war", meinte Daniil Medvedev Minuten nach seiner Finalniederlage beim ATP-Masters-1000-Event von Paris-Bercy. Novak Djokovic, den der Russe noch im Endspiel der US Open hatte entzaubern können, hat es wieder getan, hat wieder in den entscheidenden Momenten ein paar Prozent drauflegen können und am Ende verdient wie eindrucksvoll seinen 38. Masters-Titel feiern können. 

Er sei überhaupt nicht glücklich mit der Partie, finde, er hätte in einigen Momenten etwas besser spielen können, bilanzierte Medvedev. Auf der anderen Seite habe er aber alles gegeben, wozu er an diesem Sonntagnachmittag im Stande gewesen sei. Auf der anderen Seite des Netzes sei aber eben Novak Djokovic gestanden. Jener Mann, gegen den auch eine ausgezeichnete Leistungen manchmal nicht zum Sieg reicht. "Ich habe gegen einen der besten Spieler in der Geschichte des Sports gespielt", so Medvedev. "Es war ein großartiger Kampf, wir müssen ihm gratulieren, weil er in den wichtigen Momenten besser war als ich."

Unmut wegen Zuseher

Weniger besonnen reagierte der Russe dann aber auf einen Zuseher, der den Weltranglistenzweiten immer wieder mit Zwischenrufen aus dem Konzept gebracht habe: " Heute hat mich das sehr geärgert. Es passierte im dritten Satz, als ich 4:2 hinten lag und Nole einen Breakball hatte. Gerade als ich aufschlage, höre ich jemanden schreien und ich verliere den Verstand. Der Rest von Djokovic war sehr schnell und ich konnte den Punkt nicht holen. Ich will diesen Vorfall nicht als Entschuldigung für diese Niederlage nehmen, aber ich war wütend, weil es in einem entscheidenden Moment im Spiel passiert ist", so Medvedev. 

Mit dem 5:2 habe der Serbe einen Vorteil gehabt, den man gegen einen Spieler unmöglich aufholen könne, betonte Medvedev. "Es ist nicht angenehm, so zu spielen, und noch viel mehr, wenn ich weiß, dass dieser Schrei Absicht war. Manchmal habe ich vor dem Aufschlag "Allez Novak" oder "Allez Daniil" gehört. So etwas müssen wir verbessern", betonte der Russe mit dem Verweis auf andere Sportarten, wie etwa Snooker, in denen Stille vom Publikum weitaus besser eingehalten werde als im Tennissport. 

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