ATP Masters Rom: Thiem peilt ersten Sieg an - "Ich bin bei D wie Dominic"

Beim fünften Turnier nach seiner Verletzungspause soll es für Dominic Thiem mit dem ersten Sieg klappen. Die Auftaktaufgabe in Rom hat es allerdings in sich.

von Nikolaus Fink
zuletzt bearbeitet: 06.05.2022, 23:07 Uhr

Dominic Thiem trifft in Rom auf Fabio Fognini
© GEPA Pictures
Dominic Thiem trifft in Rom auf Fabio Fognini

Lediglich ein Satzgewinn war Dominic Thiem bei seinen vier Turnierauftritten in Marbella, Belgrad, Estoril und Madrid vergönnt. Keine Frage: Der Österreicher ist von seiner Topform aktuell noch meilenweit entfernt. Überraschend kommt das für den 28-Jährigen aber nicht. "Wenn man zehn Monate seinen Beruf nicht ausüben kann, ist jeder eingerostet", wurde Thiem von der "APA" zitiert.

"Ich bin bei D wie Dominic, würde ich sagen. Es ist ja nicht nur die Vorhand, es geht auch darum, wie ich die Punkte gestalte, wie ich mich bewege, wie ich antizipiere, wie ich auch die engen Situationen einschätze. Aber das ist eh klar", schätzte Thiem seine aktuelle Lage ein. Dennoch soll es nach Möglichkeit beim ATP-Masters-1000-Turnier in Rom mit dem ersten Sieg seit der Verletzungspause klappen.

Fognini in Madrid mit Erstrundenniederlage

Mit Fabio Fognini wartet im Foro Italico aber eine unangenehme Aufgabe. Der 34-Jährige agierte zuletzt zwar alles andere als in Überform, vor heimischem Publikum wird sich der Italiener aber wohl nicht einen ähnlich lustlosen Auftritt wie bei seiner Erstrundenniederlage in Madrid gegen Nikoloz Basilashvili erlauben.

Zu welchen Leistungen Fognini in Italien imstande ist, bekam Thiem bereits vor vier Jahren zu spüren. 2018 verlor der Lichtenwörther - damals noch mit dem Selbstvertrauen eines Madrid-Endspiels im Rücken - in Runde zwei mit 4:6, 6:1 und 3:6. Die weiteren drei Begegnungen gingen indes an den Niederösterreicher.

Thiem: "Die Kopfsache ist jetzt eigentlich vorbei"

Die Voraussetzungen werden diesmal jedoch völlig andere sein als in den vier Duellen zuvor. Denn Thiem wird sich am Montag erstmals seit 2014 in der Weltrangliste außerhalb der Top 100 wiederfinden. Grund für Panik sieht er aber noch nicht: "Die Kopfsache ist jetzt eigentlich vorbei, auch die Angst, dass irgendwas sein könnte im Handgelenk ist komplett weg. Aber ich spiele halt teilweise gute Punkte und der letzte Schlag verhungert im Netz oder ist drei Meter out. Sicher ist das extrem frustrierend."

Grundsätzlich sei es angesichts der zahlreichen Erfolge in der Vergangenheit diffizil, mit der aktuellen Situation umzugehen: "Sicher ist es schwer, weil bei jedem Schlag, der misslingt, kommt mir sofort in den Kopf, wie hätte ich den Schlag vor der Verletzung oder in meinen besten Zeiten gespielt. Da ist halt noch so ein großer Unterschied, dass das extrem schwer zu akzeptieren ist."

Das Einzel-Tableau in Rom

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