ATP München: Finale - Cristian Garin auch für Marco Cecchinato zu stark

Cristian Garin ist als erster Spieler in das Finale des ATP-Tour-250-Turniers in München eingezogen. Der Bezwinger von Alexander Zverev schlug den Italiener Marco Cecchinato glatt mit 6:2 und 6:4.

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 04.05.2019, 16:20 Uhr

Cristian Garin fühlt sich in München wohl
© Jürgen Hasenkopf
Cristian Garin fühlt sich in München wohl

Von Jens Huiber aus München

Marco Cecchinato ist ein Mann mit großem Mitteilungsdrang. Und also konferierte der Italiener im Halbfinale der BMW Open 2019 mit seiner klein besetzten Box immer dann, wenn er vom Schiedsrichterstuhl aus gesehen rechts am Schlag war. Auf der anderen Seite begnügte sich Cecchinato mit Selbstgesprächen. Anlass dafür gab es ausreichend viele: Cristian Garin nämlich stellte den Italiener mit seiner aggressiven Spielweise von Beginn an vor Probleme. Und zog nach einem 6:2 und 6:4 als erster Spieler in das Finale des ATP-Tour-250-Turniers in München ein.

Garin und Cecchinato hatten im Viertelfinale am Freitag Schwerstarbeit geleistet: Garin stand gegen Alexander Zverev vor einem glatten Zwei-Satz-Sieg und ein paar Minuten später vor dem Aus. Cecchinato wiederum startete gegen Marton Fucsovics extrem gemächlich, rettete sich mit einem Mammut-Comeback doch noch unter die letzten Vier.

Platzregen vertreibt die Spieler

Gegen Garin buddelte sich Cecchinato gleich wieder ein tiefes Loch: Der 26-Jährige aus Palermo gab nicht nur den ersten Satz in weniger als einer halben Stunde ab, auch in Durchgang zwei schaffte Garin ein frühes Break. Der Chilene hatte 2013 den Junioren-Wettbewerb bei den French Open gewonnen, dabei in den letzten beiden Matches Borna Coric und Alexander Zverev besiegt.

Wie schon gegen Zverev am Freitag wackelte Garin auch gegen Cecchinato in der Endphase von Satz zwei - im achten Spiel konnte der Italiener eine Breakchance nicht nutzen. Genau in dieser Phase setzte ein Platzregen über dem MTTC Iphitos ein, der die Spieler in das Clubhaus trieb.

Die Wiederaufnahme dauerte zunächst exakt vier Punkte an, dann schickte Oberschiedsrichter Norbert Peick die Spieler wieder in die Kabine. Ganz ohne Drama kam Garin aber auch im Halbfinale nicht aus: Der Chilene führte mit 5:4 und 40:15, vergab aber wie schon gegen Zverev zwei Matchbälle. Nach 72 Minuten Spielzeit saß dann der dritte. Im Finale am Sonntag trifft Garin damit entweder auf Roberto Bautista-Agut oder Matteo Berrettini. 

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von Jens Huiber

Samstag
04.05.2019, 16:17 Uhr
zuletzt bearbeitet: 04.05.2019, 16:20 Uhr