„Love & Peace“ – Novak Djokovic vertraut spirituellem Guru

Der Weltranglisten-Erste geht neue Wege und lässt sich in Paris vom Spanier Pepe Imaz betreuen.

von Björn Walter
zuletzt bearbeitet: 02.11.2016, 00:00 Uhr

Pepe Imaz, Novak Djokovic

Der Thron wackelt - Novak Djokovic könnte die Nummer eins in Paris-Bercy an Andy Murray verlieren. Sollte der Serbe nicht ins Endspiel einziehen und sein ärgster Verfolger das letzte ATP-Masters-1000-Turnier des Jahres für sich entscheiden, ist der Machtwechsel an der Weltranglistenspitze perfekt. Erstaunlich, dass der "Djoker" bei dieser brisanten Konstellation auf sein erfahrenes, aber auch ins Gerede gekommene Trainerteam verzichtet. WederMarian Vajda noch Boris Becker sind in dieser Woche vor Ort. "Nole" also alleine in Paris? Nicht ganz: Der 29-Jährige hat sich einen spirituellen Guru an seine Seite geholt. Djokovic lässt sich in der französischen Kapitale von Pepe Imaz betreuen, auch wenn dieser kein offizielles Team-Mitglied ist.

Djokovics unkonventionelle Suche nach seelischer Balance

Der Spanier, der als Profi Platz 167 im ATP-Ranking erreichte, soll den zuletzt kriselnden Branchenprimus zurück zu alter Stärke verhelfen. Seine Trainingsphilosophie basiert auf den Elementen "Love" and "Peace" (Liebe und Frieden), wie Imaz auf seiner Website dokumentiert. In einem zweistündigen Video ist zu sehen, wie der Tennis-Guru seine Philosophie predigt. Neben Imaz sitzen unter anderem Novak und Bruder Marko Djokovic (ATP 581; 2012) sowie die ehemalige Top-Ten-Spielerin Daniela Hantuchova , die sich bereits kurz nach dem Wimbledon-Turnier in Marbella getroffen haben, wie "dailymail.co.uk" berichtet. Marko sei es auch gewesen, der den Kontakt zu Imaz hergestellt habe, weil der 42-Jährige ihn vor zwei Jahren durch eine schwere persönliche Krise geführt hatte. Nach einer knappen Stunde übernimmt Novak Djokovic das Wort: "Wir sind alle auf der Suche nach Liebe, Glück und Harmonie." Und spricht dann von einer göttlichen Verbindung, die es herzustellen gelte.

Er wolle sich keinen allzu großen Druck mehr machen, sondern Tennis wieder mehr genießen, sagte Djokovic bereits beim Shanghai Rolex Masters. Es folgtenUrlaubsbilder vom meditierenden "Djoker" an der Seite seiner Gattin Jelena aus Monte Carlo und Imaz' Wirkungsstätte Marbella. Offensichtlich ist der zwölffache Grand-Slam-Champion weiterhin bemüht, zu seiner inneren Mitte zurückzukehren. Ob sein spiritueller Ansatz dabei hilft, den Weltranglisten-Thron zu verteidigen, könnte sich schon an der Seine weisen.

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von Björn Walter

Mittwoch
02.11.2016, 00:00 Uhr