ATP: Rafael Nadal fällt in neun Tagen aus den Top 5 heraus

Der Titelverteidiger Rafael Nadal muss nach seinem Zweitrunden-Aus bei den Australian Open mit einem herben Rückfall in der Weltrangliste rechnen.

von Stefan Bergmann
zuletzt bearbeitet: 19.01.2023, 16:58 Uhr

© Getty Images
Ein sichtlich angeschlagener Rafael Nadal bei der Pressekonferenz der Australian Open

Jeder große Triumph im Tennis hat auch seine Schattenseiten: Ein fix eingepreister ist in jedem Fall - wenn die Weltrangliste nicht Corona-verrückt spielt - das man im folgenden Jahr die erworbenen Ranking-Punkte wieder verteidigen muss. Ist dem nicht so, und passiert die Niederlage möglicherweise noch dazu im früheren Verlauf des Turniers, muss man mit einer ordentlichen Zählerverminderung rechnen. In den meisten Fällen bedeutet das auch einen Positionsverlust in der ATP-Bestenliste.

Dieses Ereignis wird nun auch beim 22-fachen Grand-Slam-Champion Rafael Nadal sichtbar eintreten, musste sich der Mallorquiner doch in der zweiten Runde der diesjährigen Australian-Open-Ausgabe, durch eine Verletzung geschwächt, dem US-Amerikaner Mackenzie McDonald 4:6, 4:6, 5:7 geschlagen geben. Netto fährt der Spanier damit gerade einmal 45 ATP-Punkte ein, was nach Adam Riese ein Minus von erschreckenden 1955 Weltranglisten-Punkten bedeutet.

Auger-Aliassime und Fritz größte Gefahr

Nadal fällt somit Stand heute am übernächsten Montag definitv aus den Top 5 des Männer-Rankings heraus. Casper Ruud, Novak Djokovic und Stefanos Tsitsipas werden den "Stier aus Manacor" hinter sich lassen. Und ein paar weitere Kollegen stehen in bester Position parat, um den Rekord-French-Open-Champion ebenfalls noch zu überholen. Aussichtsreichste Kandidaten dafür sind Félix Auger-Aliassime und Taylor Fritz - aber auch Holger Rune, Cameron Norrie oder Daniil Medvedev könnten bei einer Finalteilnahme noch vor dem Spanier landen.

Alles in allem keine guten Nachrichten für die lebende Tennis-Legende, wenngleich der Blick auf die Weltrangliste derzeit wohl zu "Rafas" geringsten Problemen gehört. Zunächst muss der Iberer wieder vollständig fit werden, um noch weiter konkurrenzfähig zu bleiben - und das ist ihm auch vollends zu wünschen.

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