ATP: Struff erklärt Start in Saudi-Arabien

Jan-Lennard Struff spielt beim Einladungsturnier Diriyah Tennis Cup in Saudi-Arabien mit und erklärt sich gegenüber dem tennis Magazin, warum er mitten in der Off-Season bei einem Turnier ohne ATP-Weltranglistenwertung antritt.

von Robert M. Frank
zuletzt bearbeitet: 06.12.2019, 22:59 Uhr

Jan-Lennard Struff
© Getty Images
Jan-Lennard Struff

Anstatt auf Teneriffa, wo Jan-Lennard Struff (ATP 35) im Vorjahr mit Dominic Thiem im Winter-Trainingslager verbracht hatte, geht es für „Struffi“ diesmal in der kalten Jahreszeit in die Sonne des Wüsten-Spektakels in Riad. Der Warsteiner wird bei dem am 12. Dezember startenden Diriyah Tennis Cup in Saudi-Arabien mit einem exklusiven Teilnehmerfeld und hohen Preisgeldern antreten. Nach seinem beendeten Urlaub mit seiner Familie in Südafrika, ist Struff bereits vor Ort. Warum der 29-Jährige das erstmals ausgetragene Turnier mitten in der Off-Season in Saudi-Arabien ausgewählt hat, erklärte er jüngst tennismagazin.com. „Ich werde hier erstklassige Trainingspartner haben – das bekomme ich sonst nirgendwo“, sagte Struff, der sich „Matches auf Toplevel“ verspreche./

Ein weiterer Grund sei neben der guten Vorbereitung auf die Saison 2020 zudem das hohe Preisgeld, das bei dem Wüsten-Turnier am Stadtrand der saudi-arabischen Hauptstadt Riad ausgeschüttet wird. Eine Million US-Dollar winkt dem Sieger, ein Ausscheiden in der ersten Runde bedeutet immer noch 125.000 US-Dollar. „Es lohnt sich für mich auch finanziell“, sagte Struff unverhohlen.

Keine politischen Bedenken

Über die Brisanz bei den Menschenrechtsfragen, die im Gastgeberland des Einladungsturniers immer wieder auftauchen, sei er sich bewusst. Er hätte lange über eine Teilnahme in seinem Trainerteam diskutiert und abgewägt. Struff hält sich für nicht gefährdet, als Sportler für einen politischen Zweck instrumentalisiert zu werden. „Ich sehe mich nicht als Marionette“, widerspricht Struff. „Ich denke, dass der Sport eine positive Botschaft sendet und dass er damit eine Entwicklung in die richtige Richtung anstoßen kann“, sagt die deutsche Nummer zwei.

Neben Struff, der im Anschluss Weihnachten zu Hause verbringt, um anschließend am Jahresende in Richtung Australien aufzubrechen, gehen in Saudi Arabien weitere sieben Spieler an den Start. Dazu gehören Stan Wawrinka, Daniil Medvedev, Fabio Fognini, David Goffin, Lucas Pouille, Gael Monfils und John Isner.

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07.12.2019, 08:00 Uhr
zuletzt bearbeitet: 06.12.2019, 22:59 Uhr