Grigor Dimitrov – „Der Spitzname ,Baby-Fed’ war immer eine Bürde“

Die bulgarische Nummer 40 der Welt spricht darüber, wie sehr ihn der ständige Vergleich mit Roger Federer belastete.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 29.07.2016, 14:15 Uhr

TORONTO, ON - JULY 25: Grigor Dimitrov of Bulgaria plays a shot against Yuichi Sugita of Japan during Day 1 of the Rogers Cup at the Aviva Centre on July 25, 2016 in Toronto, Ontario, Canada. (Photo by Vaughn Ridley/Getty Images)

Auf dem Platz läuft es dieser Tage wieder besser fürGrigor Dimitrov. Der in der Weltrangliste abgerutschte Bulgare steht im Viertelfinale des ATP-Masters-1000-Hartplatzturniers in Toronto und hat damit schon 180 ATP-Punkte sicher. Mehr Zähler konnte der 25-Jährige in dieser Saison noch bei keinem anderen Event sammeln. Die Finalteilnahmen in Istanbul und Sydney (jeweils 150 ATP-Punkte) waren bisher Dimitrovs Highlights in einer durchwachsenen Spielzeit. Vor zwei Jahren sah die Bilanz noch deutlich besser aus. Bulgariens Sportler des Jahres 2014 stürmte damals bis ins Wimbledon-Halbfinale und grüßte wenig später von Weltranglistenplatz acht.

Dass er während seiner gesamten Karriere unter besonderer Beobachtung stand, kam auch während des Rogers Cups wieder einmal zur Sprache.Der ewig junge Vergleich mit Roger Federersei „immer eine Bürde“ gewesen, gestand Dimitrov während einer Pressekonferenz. „Es begann schon, als ich noch Junior war, und es half nicht. Es half grundsätzlich nicht.“ Jetzt sei er froh, dass alles hinter ihm liege. Das Etikett „Baby-Federer“ belastete den Hochgelobten offenbar mehr, als es ihm nutzte. Er kam an den Punkt, als er sich vor den Spiegel stellte und fragte: „Wie möchte ich in Erinnerung bleiben? Wofür möchte ich stehen?“ Es war hart, sich so intensiv damit zu beschäftigen, gab der vierfache ATP-Titelträger zu: „Du kannst nichts verbergen. Ich musste mir eine Menge eingestehen und akzeptieren.“ Ob sich Dimitrov zukünftig von seinem übergroßen Schatten lösen kann, liegt wohl in erster Linie an seiner Einstellung zu der Thematik. In Toronto hat er zumindest einen kleinen Schritt in diese Richtung gemacht.

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Freitag
29.07.2016, 14:15 Uhr