Mikhail Youzhny und der Weg dorthin, wo es weh tut

Der russische Veteran hat sich über Challenger-Siege wieder nach vorne gespielt.

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 01.04.2016, 00:00 Uhr

INDIAN WELLS, CA - MARCH 11: Mikhail Youzhny of Russia celebrates winning a game in his match against Aljaz Bedene of Great Britain during day five of the BNP Paribas Open at Indian Wells Tennis Garden on March 11, 2016 in Indian Wells, California. ...

Als vor ein paar Wochen das Teilnehmerfeld für das ATP-World-Tour-250-Turnier in München bekanntgegeben wurde, konzentrierte sich die Aufmerksamkeit der Presse naturgemäß auf die avisierten Spitzenspieler wie etwaAlexander Zverev und Dominic Thiem . Auf der Liste jener Profis, die für das Turnier beim MTTC Iphitos genannt haben, befindet sich indes auch ein Name, ohne den das Turnier fast nicht mehr vorstellbar scheint: Mikhail Youzhny , mittlerweile 33 Jahre alt, der regelmäßig bei der Veranstaltung in München vorstellig wird - und eben da 2010 den Sieg und das dazugehörige Auto davon gefahren hat. Zum wievielten Mal Youzhny tatsächlich am Aumeister am Start war, konnte Turnierdirektor Patrik Kühnen nicht aus dem Stegreif sagen, eine Ehrung für besondere Verdienste wollte der ehemalige deutsche Davis-Cup-Kapitän indes nicht ausschließen.

Überraschend nicht nur, dass Youzhny überhaupt noch spielt (schließlich wollte er Ende 2015 seine Karriere beenden), sondern dass der zehnfache Turniersieger auf der ATP-Tour auch den Cut für das Turnier geschafft hatte. Mittel zum Zweck dabei: Siege auf der Challenger-Tour, einer Serie, die einem ehemaligen Top-Ten-Spieler (Youzhny war etwa 2008 bis auf Position acht vorgerückt) noch mehr abverlangen als den vielen jungen Spielern, die ins Männertennis drängen - auch mental. Warum sich Mikhail Youzhny diesen Weg noch einmal auferlegt hat, erklärte er in einem Video, das von der ATP veröffentlicht wurde.

Die Liebe zum Sport

Als Essenz der Aussagen des im Augenblick an Position 72 der Weltrangliste notierten Russen lässt sich festhalten: Es ist die Liebe zu seinem Sport, die Mikhail Youzhny den Weg in die Keller-Etage des Profitennis haben antreten lassen. Und die verbesserten Möglichkeiten, sich auch als älterer Spieler, der schon 18 Jahre auf der Tour unterwegs ist, zu regenerieren und sich mit der nächsten und der eigenen Generation zu messen. Schließlich hätten mittlerweile nicht nur alle Turniere mindestens eine Physiotherapeuten, sondern auch die meisten Spieler selbst. Zumal für Youzhny gilt: "Das Wichtigste für mich ist es, gesund und motiviert zu sein." Letzteres ein Resultat seiner Liebe zum Tennissport.

von Jens Huiber

Freitag
01.04.2016, 00:00 Uhr