Elena Vesnina bricht eine Lanze für Andy Murray

Die Russin ist sehr froh, dass Andy Murray den Sprung an die Spitze der Herren-Weltrangliste geschafft hat.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 03.12.2016, 18:23 Uhr

LONDON, ENGLAND - NOVEMBER 20: Andy Murray of Great Britain following his victory during the Singles Final against Novak Djokovic of Serbia at the O2 Arena on November 20, 2016 in London, England. (Photo by Julian Finney/Getty Images)

Dass Elena Vesnina 2016 wohl mit Abstand das beste Tennisjahr ihrer Karriere hinter sich gebracht hat, wurde von uns bereits im Artikel"Aufsteigerinnen des Jahres 2016"genauer beleuchtet. Dass sich die Russin aber auch ganz besonders mit Andy Murray über dessen Traumjahr freut, betonte die 30-Jährige bei einem Gespräch mit einer russischen Online-Plattform: "Ich bin sehr froh, dass Murray die Nummer eins der Welt geworden ist. Er ist ein Mensch, der sein ganzes Leben wahnsinnig viel gearbeitet hat, aber immer im Schatten von anderen gestanden ist. Jeder sagte: ‚Schau, der wird nie ein Grand-Slam-Turnier gewinnen, er wird immer hinter Nadal, Federer und Djokovic zurückbleiben.' Er verfolgte sein Ziel und hat es erreicht."

"Jeder will ständig ein "Wow"-Erlebnis haben"

In den Worten der in der Ukraine geborenen Blondine schwingt ganz eindeutig Bewunderung für die Leistungen des Schotten mit - den kritischen Stimmen kann sie nichts abgewinnen: "Er hat sich in diesem Jahr enorm entwickelt. Viele Leute mögen seine Art zu spielen nicht. Es sei einschläfernd, langweilig und so weiter. Jeder will ständig ein "Wow"-Erlebnis haben, am besten mit 200 km/h servieren, einen sensationellen Return, ein Netzangriff, ein Stopp. Murray ist ein Workaholic, er hat sich die Nummer eins hart verdient. Er hat Djokovic beim ATP-Finale geschlagen und die Olympischen Spiele gewonnen."

Eine Gemeinsamkeit haben die Russin und der Brite in jedem Fall, für beide haben die Olympischen Spiele einen enorm hohen Stellenwert: "Murray ist im Übrigen einer der wenigen Tennisspieler, für die die Olympischen Spiele eine große Bedeutung haben. Viele haben die Spiele in Rio ignoriert und Entschuldigungen wie Müdigkeit oder Angst vor dem Zika-Virus vorgeschoben. Murray hat sich auf die Olympischen Spiele fokussiert und immer wieder betont, wie wichtig sie ihm sind. Und jetzt ist er zweifacher olympischer Champion, mir würde niemand einfallen, dem das schon mal gelungen wäre." Vesnina hatte mit ihrer Partnerin Ekaterina Makarova in Rio de Janeiro die Goldmedaille im Damendoppel geholt.

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03.12.2016, 18:23 Uhr