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Australian Open: Danielle Collins fordert Ashleigh Barty im Finale

Das Endspiel der Frauen bei den Australian Open 2022 bestreiten Ashleigh Barty und Danielle Collins. Nach dem glatten Sieg der Australierin gegen Madison Keys, schlug Collins Iga Swiatek überzeugend mit 6:4 und 6:1.

von SID
zuletzt bearbeitet: 27.01.2022, 17:44 Uhr

Danielle Collins steht im Endspiel der Australian Open 2022
© Getty Images
Danielle Collins steht im Endspiel der Australian Open 2022

Die australischen Fans erhoben sich für ihre furiose "Ash" jubelnd von den Sitzen, der legendäre Rod Laver spendete Applaus - doch Ashleigh Barty hatte schon den finalen Schritt ihrer Mission im Kopf. Mit einem zufriedenen Grinsen quittierte die Weltranglistenerste ihre große Chance, den Traum einer ganzen Nation auf den ersten Heimsieg bei den Australian Open seit 1978 zu erfüllen. Ob sie denn bereit sei, wurde Barty beim Siegerinterview nach dem Finaleinzug gefragt. "Absolut", antwortete sie: "Let's do it!"

Nur noch ein Sieg fehlt für das Ende der australischen Durststrecke - und Barty, die in Melbourne in einer eigenen Liga spielt, ist fest entschlossen. "Es ist einfach unglaublich", sagte die Wimbledonsiegerin nach dem nie gefährdeten 6:1, 6:3 im Halbfinale gegen die US-Amerikanerin Madison Keys: "Ich bin einfach glücklich, dass ich hier mein bestes Tennis spielen und um den Titel kämpfen kann. Es ist unwirklich."

Als erste Australierin seit Wendy Turnbull vor 42 Jahren steht sie im Endspiel und ist auch am Samstag klar favorisiert gegen die US-Amerikanerin Danielle Collins, die nach vielen gesundheitlichen Problemen in den vergangenen Jahren durch ein 6:4, 6:1 gegen die frühere French-Open-Siegerin Iga Swiatek in ihr erstes Major-Finale einzog. Und nach ihrem beeindruckenden Halbfinale lieferte Barty mit aller Bescheidenheit direkt ein Paradebeispiel dafür, warum ihre Popularität in der Heimat keine Grenzen kennt. 

Über ihre eigenen beeindruckenden Leistungen wollte die 25-Jährige gar nicht viele Worte verlieren - viel mehr schwärmte sie von der zuvor so überzeugenden Keys und huldigte dem australischen Rollstuhltennis-Star Dylan Alcott, der direkt vor Bartys Gala-Auftritt das letzte Grand-Slam-Finale seiner Karriere verloren hatte. Sie erntete gewaltigen Jubel.

Barty am Samstag mit "massivem Grinsen"

Dabei ist es Barty, die diesen Australian Open den Stempel aufdrückt. In ihren sechs Matches bis zum Finale gab sie nur 21 (!) Games ab, Steffi Graf war 1989 mit 16 verlorenen Spielen ins Finale eingezogen. Dem Druck als große Titelfavoritin hält Barty seit Turnierbeginn scheinbar mühelos stand. "Wir machen weiter unser Ding", sagte die zweimalige Grand-Slam-Siegerin: "Ich werde Samstag mit einem massiven Grinsen auf meinem Gesicht zurückkehren und dann schauen, was passiert."

1978 hatte Christine O'Neil als bislang letzte Australierin den Titel beim Heim-Grand-Slam geholt. Bartys bestes Ergebnis in Melbourne war bisher der Halbfinaleinzug 2020, als sie gegen die spätere Siegerin Sofia Kenin (USA) verlor. Bei den Männern dauert die Durststrecke sogar seit 1976 an, unter anderem die Topstars Pat Cash (1987, 1988) und Lleyton Hewitt (2005) scheiterten im Finale kurz vor dem Ziel.

"Davon träumen viele australische Spieler", sagte Barty über ihre Titelchance beim Heimspiel: "Es wird eine unglaubliche Erfahrung am Samstag. Ich kann es nicht erwarten, das zu genießen." Und auch Finalgegnerin Collins blickte mit Vorfreude voraus: "Gegen die Nummer eins der Welt in ihrer Heimat zu spielen, wird spektakulär."

Hier das Einzel-Tableau bei den Frauen

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