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Australian Open: Serena Williams - Ein Gefühl wie im Sommer 1926

Serena Williams trifft im Halbfinale der Australian Open 2021 auf Naomi Osaka. Nach ihrem Erfolg gegen Simona Halep hat sich die 23-malige Major-Siegerin betont entspannt gegeben.

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 17.02.2021, 12:00 Uhr

Serena Williams ist in Melbourne gut drauf
© Getty Images
Serena Williams ist in Melbourne gut drauf

Jim Courier ist ziemlich exakt elf Jahre älter als Serena Williams. Der ehemalige Weltranglisten-Erste aus den USA hat seine Karriere aber schon im Alter von 30 Jahren beendet, Serena steuert in diesem Jahr auf die 40 zu. Dennoch hat es in den gegenseitigen Lebensläufen Überschneidungen gegeben, auch in Sachen Turniertennis. Serena hat ihre professionelle Laufbahn 1995 begonnen. Man kennt sich, man schätzt sich. Was die Interviews nach erfolgreichen Matches dennoch nicht immer einfach macht.

Denn Courier weiß von Dingen, die der Normalsterbliche nicht kennt, und muss dennoch Unwissenheit vorschützen. Und also tastete sich der zweimalige Australian-Open-Sieger nach Serenas Erfolg gegen Simona Halep verbal vorsichtig an sein Gegenüber heran, erzählte etwas von Kameras, die Serena angeblich auch im Hotel folgten (in Zeiten einer weltweiten Pandemie durchaus bemerkenswert), wollte aber doch nicht allzu konkret fragen. Was Serena Williams dazu veranlasste, auch nicht allzu konkret zu antworten.

Serena in der Defensive stark

Das tat sie dann in der Pressekonferenz, in der eine Journalistin von Serena wissen wollte, wann sie sich das letzte Mal in so einer guten Position während längerer Ballwechsel gesehen hätte. 1926 wahrscheinlich, sinnierte Williams nach einer kurzen Nachdenkphase, im Sommer 1926, um genau zu sein. Tatsächlich hatte die an Position zehn ins Turnier gegangene Legende in den entscheidenden Phasen gegen Halep auch ganz große Defensiv-Qualitäten gebraucht.

Der Auftritt gegen die Rumänin sei der bislang beste des Turniers gewesen. Wobei auch Aryna Sabalenka in der Runde zuvor Serena stark gefordert hatte. Dies wird im am Donnerstag folgenden Halbfinale, ihrem 40. bei einem der vier größten Turniere, gegen Naomi Osaka nicht anders sein. Die Japanerin verlängerte ihre Siegesserie bei Grand-Slam-Matches auf zwölf, das 6:2 und 6:2 gegen Su-Wei Hsieh ließ keine Fragen nach der Favoritenstellung Osakas offen.

Ob diese auch in der Begegnung mit Serena zum Tragen kommt, wird sich weisen. Drei offizielle Begegnungen gab es bislang zwischen Osaka und Williams, die ersten beiden gingen an die Japanerin. Das jüngste Treffen auf der WTA-Tour fand in Kanada 2019 statt, dort gewann Serena Williams in zwei Sätzen. Eine andere Statistik spricht für Osaka - auch wenn die Stichprobe noch recht klein ist: Immer dann, wenn sie das Viertelfinale eines Majors überstanden hat, konnte sie das Turnier auch gewinnen: 2018 und 2020 die US Open und 2019 die Australian Open.

Die gute Nachricht für beide Frauen: Ab Donnerstag kann in Melbourne wieder mit Zuschauern gespielt werden. Und im Falle eines Sieges wartet ein gut infprmierter Jim Courier.

Hier das Einzel-Tableau der Frauen

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