Boris Becker - Bitte nicht gegen Rafael Nadal auf Sand

Sei es auf Instagram oder via Skype als Gast in TV-Shows - der dreimalige Wimbledon-Champion Boris Becker trägt dieser Tage viel dazu bei, dass das Thema Tennis im Gespräch bleibt.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 30.04.2020, 20:21 Uhr

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Boris Becker kann sich mehr Combined Events vorstellen
© GEPA Pictures
Boris Becker kann sich mehr Combined Events vorstellen

Boris Becker hat dieser Tage erstaunlich viel zu tun. Zwar sitzt die deutsche Tennisikone wie der Rest der Welt zuhause fest - im Falle Beckers in London - als Talkgast kommt Becker aber kaum zur Ruhe. Sei es bei „Kasi Live“ vor einigen Tagen, sei es bei CNN am Dienstag oder wie am Mittwoch bei Sky. Es tut sich ja auch trotz Pause Einiges in der Szene, das Thema des Tages ist sicherlich der Vorschlag von Roger Federer, die beiden Dachorganisationen WTA und ATP zu vereinen.

Auch darauf ging Becker bei CNN ein. Natürlich erst, nachdem die Fähigkeit des Kochs Boris Becker ausführlich besprochen waren. Es seien ein paar wenige Gerichte, die er drauf habe, so Chef de Cuisine Becker, die aber richtig gut. Der ehemalige Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg habe ihn herausgefordert, einmal pro Woche etwas Gesundes auf den Teller zu zaubern. Mittlerweile stünde Vitaminreiches im Haushalt Becker täglich auf dem Speiseplan.

Federers Vorschlag - anders interpretiert

Hinsichtlich der vorgeschlagenen Fusion zwischen ATP und WTA hat Boris Becker offenbar etwas andere Ideen als Federer, der sich wohl eine bessere Verhandlungsposition bei TV-Verträgen und Marketing-Deals vorstellt. Viele der Turniere unterhalb der Masters-1000-Kategorie hätten massive finanzielle Probleme, so Becker. Aus seiner Sicht gäbe es einfach zu viele Events, die es auch den Fans schwer machten, die Tennismatches zu verfolgen. Die Lösung aus Sicht von Becker wäre eine erhöhte Anzahl von kombinierten Männer- und Frauen-Turnieren wie etwa in Indian Wells, Miami oder Madrid. Und wie bei den Grand-Slam-Veranstaltungen.

Von denen ihm Wimbledon immer noch das liebste sei. Schließlich hat Becker dort 1985 mit dem Finalerfolg gegen Kevin Curren den ersten von drei Titeln geholt, den letzten dann 1989 gegen Stefan Edberg. Große Zeiten waren das, Vergleiche mit der aktuellen Generation verbieten sich zwar - wenn aber schon freundlich gefragt wird, dann rechnete sich Becker in seiner jugendlichen Hochform und mit zeitgemäßem Material gegen Novak Djokovic auf Hartplatz und Roger Federer auf Rasen durchaus Chancen aus. Nur gegen Rafael Nadal auf Sand, diese Erfahrung habe er nie gemacht und wolle er auch nicht machen, so Becker.

Becker schafft Comeback gegen Agassi

Da traf es sich gut, dass Sky Deutschland wenige Stunden später im Rahmen der Reihe „ATP Classics“ das Endspiel zwischen Becker und Thomas Muster aus dem Jahr 1995 noch einmal zeigte. Der Deutsche vergab damals bekanntermaßen zwei Matchbälle, den ersten mit einem sehr ambitionierten Doppelfehler. Schön zu sehen dennoch, wie Boris Becker auch auf Asche versuchte, sein offensives Spiel durchzuziehen. Und wie Muster aus der Defensive heraus immer wieder Lösungen suchen musste. Und fand.

Dies gelang Becker im Halbfinale von Wimbledon 1995 gegen Andre Agassi, erklärte der rote Baron dann am Mittwoch bei Sky im Gespräch mit Patrik Kühnen und Moderator Moritz Lang. Agassi hatte in jenem Match mit Satz und Doppelbreak geführt. Becker wich vom sturen Aufschlag-Volley-Spiel ab, schaffte noch das Comeback und den letztmaligen Einzug in das Finale seines Lieblingsturniers. Dort war gegen Pete Sampras aber nichts zu holen.

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Donnerstag
30.04.2020, 20:10 Uhr
zuletzt bearbeitet: 30.04.2020, 20:21 Uhr