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Boris Becker - "Die junge Generation hat jetzt übernommen"

Boris Becker hat im Eurosport-Podcast "Das Gelbe vom Ball" Bilanz zu den US Open 2021 gezogen. Das Fazit des dreimaligen Wimbledon-Champions: Zufriedenheit mit der Vorstellung von Alexander Zverev ist angebracht. Und der Generationenwechsel ist so gut wie vollzogen -

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 16.09.2021, 22:34 Uhr

Boris Becker hat für Eurosport die US Open kommentiert
© Getty Images
Boris Becker hat für Eurosport die US Open kommentiert

Die Grand-Slam-Saison 2021 ist Geschichte, Boris Becker hat als Experte drei der vier Majors für Eurosport begleitet. Lediglich in Wimbledon war die Tennisikone nicht im deutschsprachigen TV zu hören, da wirkte Becker wie gewohnt für die BBC. Im Eurosport-Podcast "Das Gelbe vom Ball" hat Becker nun ein abschließendes Resümee der 14 Tage von New York gezogen. Als ehemaliger Coach von Novak Djokovic hätte der "Rote Baron" natürlich die Vollendung des Kalender-Grand-Slams der Nummer eins der Welt gerne begleitet, alleine: Es sollte nicht sein - Daniil Medvedev hatte etwas dagegen.

"Ich habe Novak noch nie auf dem Tennisplatz weinen sehen", erklärte Becker. "Er muss emotional wirklich so an seine Grenze oder über die Grenze gegangen sein. Umso erstaunlicher war dann seine Rede danach. Und das an einem Tag, an dem er die vielleicht einmalige Chance nicht nutzen konnte alle Major in einem Jahr zu gewinnen. Das war eine unglaubliche Situation, eine verrückte Gegenwart. Das waren einfach offene, ehrliche und tolle Worte in einem sehr schwierigen Moment."

Zverev weiter ohne Sieg gegen Top-Ten-Spieler bei Majors

Djokovics letzter Matchsieg im Grand-Slam-Jahr 2021 kam im Halbfinale gegen Alexander Zverev, den er nach fünf harten Sätzen bezwingen konnte. Womit die deutsche Nummer eins weiterhin auf einen Erfolg gegen einen Top-Ten-Spieler bei einem Major warten muss. Elf Versuche hat Zverev insgesamt gestartet, in der laufenden Saison in Australien und eben New York gegen Djokovic verloren, in Roland Garros gegen Stefanos Tsitsipas. Boris Becker zeigt sich dennoch beeindruckt. "Mir hat aber die Art und Weise, wie Sascha gespielt hat, sehr gut gefallen. Über das ganze Turnier hat er sehr offensiv gespielt, ob das jetzt beim Aufschlag war, der wieder eine absolute Bank ist oder bei den Return-Spielen kam er oft ans Netz und konnte sein Spiel variabel gestalten. Das ist einfach der beste Zverev, den ich bis jetzt gesehen habe."

Besonders gut gefallen hat Becker aber die nächste Generation nach Alexander Zverev. Hier sieht er bereits die ganz große Wachablöse im Tennissport kommen. "Die junge Generation hat jetzt übernommen. Es gibt eine hohe Anzahl an sehr jungen Spielern, wie Alcaraz, Rune, Sinner, Auger-Aliassime – da sind Zverev, Tsitsipas und Medvedev im mittleren Alter. Wir können froh sein, dass das so faszinierende, tolle junge Spieler sind. Da passiert gerade was. Wir haben da jetzt bestimmt jahrelang drüber gesprochen, wann schaffen es die Jungen, wann können sie übernehmen – es ist passiert!"

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17.09.2021, 13:45 Uhr
zuletzt bearbeitet: 16.09.2021, 22:34 Uhr

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