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Cabal und Farah - lebenslange Freunde und jetzt die Nummer eins

Juan Sebastian Cabal und Robert Farah haben in Wimbledon ihren ersten Grand-Slam-Titel geholt. Und sind nebenbei an der Spitze der ATP-Doppel-Weltrangliste angekommen.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 16.07.2019, 15:16 Uhr

Juan Sebastian Cabal und Robert Farah in Wimbledon
© Getty Images
Juan Sebastian Cabal und Robert Farah in Wimbledon

Was auch immer die ganz besondere Setzliste in Wimbledon wert ist: Gerade für das Doppel (in dem die besondere Gewichtung der Ergebnisse auf Rasen aber nicht zum Tragen kommt) hätte sie im Jahre 2019 keine Aussagekraft besessen. Denn wiewohl Juan Sebastian Cabal und Robert Farah als Nummer zwei in das Turnier gegangen waren, mit einem Triumph der beiden Kolumbianer hatten nur die wenigsten Beobachter gerechnet. Auch Cabal und Farah selbst nicht.

„Wir hatten hier tatsächlich noch nie drei Matches in Folge gewonnen. Vor diesem Jahr noch nicht einmal zwei Matches hintereinander auf Rasen“, erklärte Cabal nach dem epischen Finale gegen Edouard Roger-Vasselin und Nicolas Mahut. „Jetzt haben wir zwei Turniere hintereinander gewonnen und sind Nummer eins in der Welt. Was soll ich sagen?“

Farah schaute ständig auf die Uhr

Zu behaupten, dass die beiden auf diesen Triumph ihr Leben lang hingearbeitet haben, ist im konkreten Fall nicht übertrieben. „Wir sind Freunde, fast Brüder, seit wir fünf Jahre alt waren. Wir sind buchstäblich zusammen aufgewachsen“, ergänzte Farah. „So etwas verbindet. Nicht nur mit Sebas, sondern auch mit den anderen Davis-Cup-Spielern: Alejandro Falla, Santiago Giraldo.“ 2010, nachdem Farah das College verlassen hatte, beschlossen er und Cabal, es auf der ATP-Tour gemeinsam zu versuchen. „Es hat von Beginn an funktioniert.“

Satte 4:57 Stunden brauchten Cabal und Farah, um nach einem 6:7 (5), 7:6 (5), 7:6 (6) 5:7 (5) und 6:3 als Sieger den Centre Court zu verlassen. Und mit diesem Marathon das Damen-Doppel-Finale gleich auf den kommenden Tag zu vertrösten. „Ich habe während der Sätze eins und zwei ständig auf die Uhr geschaut. Wir waren gerade mit dem zweiten Satz fertig und hatten schon 2:15 Stunden lang gespielt. Das ist doch verrückt“, sagte Farah. Danach sei es nur noch ein reiner Kampf gewesen. Mit dem entscheidenden Break und dem besseren Ende für die zwei kolumbianischen Kumpels.

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Dienstag
16.07.2019, 20:20 Uhr
zuletzt bearbeitet: 16.07.2019, 15:16 Uhr