Carlos Alaraz hat Erbe der "Big Three" im Visier: "Möchte wie sie in Erinnerung bleiben"

Carlos Alcaraz ist mit seinem Triumph bei den US Open endgültig an der Spitze des Tennissports angekommen. Ziele hat sich der Spanier jedoch weitaus höhere gesteckt. 

von Michael Rothschädl
zuletzt bearbeitet: 15.09.2022, 07:47 Uhr

Carlos Alcaraz nimmt das Erbe der Big Three ins Visier
Carlos Alcaraz nimmt das Erbe der Big Three ins Visier

Es musste regelrecht ein Typ wie Carlos Alcaraz kommen, um langsam, aber sicher das Anfang vom Ende der Regenz der großen Drei, der Regenz von Roger Federer, Rafael Nadal und Novak Djokovic, einzuläuten. Ein Typ, der mit gerade einmal 19 Jahren bereits Siege gegen Nadal und Djokovic auf dem Kerbholz hat. Ein Typ, der bereits zwei ATP-Masters-1000-Titel und einen Grand-Slam-Sieg schwer ist. Und ein Typ, der mit diesem Montag als jüngste Nummer eins aller Zeiten schon jetzt seinen Platz in den Geschichtsbüchern des Tennissports sicher hat.

Von großen Ambitionen, sich auf den Erfolgen auszuruhen, keine Spur bei Carlos Alcaraz, der bereits wenige Stunden nach dem größten Erfolg seiner bisherigen Laufbahn zum Ausrufezeichen in Richtung Konkurrenz ausholt: "Es ist ein tolles Gefühl, in dieser Position zu sein. Davon habe ich geträumt, seit ich angefangen habe, Tennis zu spielen. Das ist etwas Besonderes für mich", sagte Alcaraz kürzlich gegenüber der BBC, aber: "Ich bin nicht in meiner besten Verfassung. Ich muss noch eine Menge Dinge verbessern." 

Alcaraz bläst zum Angriff auf die Big Three

Übungsleiter Juan Carlos Ferrero ging nach dem US-Open-Triumph sogar so weit, dem 19-Jährigen derzeit lediglich eine Potenzialerfüllung von 60 % zu attestieren. Na, was da denn noch kommen soll. Alcaraz weiß es: der Generalangriff auf das Erbe der Big Three. "Sie (Anm. Nadal, Djokovic, Federer) inspirieren mich zu dem Versuch, sie einzuholen. Ich weiß, dass das fast unmöglich ist, aber ich werde darauf hin arbeiten. Ich möchte wie sie in Erinnerung bleiben, ich möchte arbeiten, damit ich eines Tages so sein kann wie sie."

So liegt das Ziel des Spaniers nicht fern, einen Vertreter der großen Drei auch auf Grand-Slam-Niveau in die Schranken zu weisen. Etwas, wozu sich bei den US Open und auch davor noch keine Gelegenheit ergab, ein mögliches Halbfinalduell mit Landsmann Nadal in New York City platzte nach dessen Aus im Achtelfinale. "Ich habe immer gesagt, um der Beste zu sein, muss man die Besten schlagen", betont Alcaraz. Das wird es auch brauchen, will Alcaraz wirklich das große Erbe der großen Drei antreten. Das Erbe jener Herren, die im Kollektiv bereits 63 Grand-Slam-Titel haben gewinnen können. 

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von Michael Rothschädl

Donnerstag
15.09.2022, 09:52 Uhr
zuletzt bearbeitet: 15.09.2022, 07:47 Uhr

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